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Windkraft-Genussrechte : Anlage-Anbieter Prokon droht mit Insolvenz

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Windräder in Schleswig-Holstein - Windenergie-Finanzierung ist auch das Geschäftsfeld, auf dem Prokon Geld für Anleger verdienen will. Bild: dpa

Der angeschlagene Genussrechte-Anbieter Prokon warnt: Wenn die Investoren weiter Geld abziehen, steht er vor der Pleite.

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          Der Ökoenergiefinanzierer Prokon hat seine Anleger vor einer drohenden Insolvenz gewarnt, falls weiter Kapital abgezogen wird. „Eine Planinsolvenz kann nur verhindert werden, wenn wir für mindestens 95 Prozent des Genussrechtskapitals die Zusage erhalten, dass Sie uns Ihr Kapital mindestens bis zum 31.10.2014 nicht entziehen werden und einer Auszahlung innerhalb von 12 Monaten, die auch in Raten erfolgen kann, zustimmen“, teilte das Unternehmen am Samstag auf seiner Internetseite mit.

          Das Unternehmen finanziert vor allem Windparks und sammelt dazu bei Anlegern Geld ein. In einer aggressiven Werbekampagne wurden jährliche Zinszahlungen von durchschnittlich 8 Prozent zugesagt. Allerdings kam das Unternehmen Ende vergangenen Jahres in schwere Kritik. Viele Experten bemängelten Intransparenz.

          Prokon hatte seine Geldgeber im Dezember aufgefordert, die Zinsen für das zweite Halbjahr 2013 zur Entspannung der Liquiditätslage im Unternehmen zu belassen. „Mit großem Bedauern stellen wir fest, dass aufgrund der seit Monaten andauernden Medienkampagne gegen Prokon nach wie vor zahlreiche Anleger aus Angst vor einem Verlust ihres angelegten Geldes ihre Genussrechte kündigen“, hieß es nun. Daher sei diese Maßnahme nicht ausreichend. „Somit stehen wir vor einem ernsten Problem.“

          Im vergangenen Jahr hat Prokon nach eigenen Angaben rund 330 Millionen Euro an Zinsen ausgeschüttet, gleichzeitig lief ein Verlust von knapp 210 Millionen Euro auf. Nach Angaben des Unternehmens gibt es mehr als 75.000 Anleger, die Prokon fast 1,4 Milliarden Euro anvertraut haben. 

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