https://www.faz.net/-gv6-nvku

Unternehmensanleihen : Kurssprung bei Anleihen von Unity Media

  • Aktualisiert am

Das Bündnis von Arena und Premiere bekommt den Anleihen von Unity Media Bild: picture-alliance/ dpa

Die weitreichenden Kooperationsvereinbarungen mit Premiere dürften Arena früher die schwarzen Zahlen erreichen lassen. Das lässt Anleger bei den Anleihen des Mutterkonzerns Unity Media zugreifen.

          4 Min.

          Während sich Aktien-Anleger am Donnerstag nach Bekanntgabe der Erweiterung der ursprünglichen Kooperation von Arena und Premiere mit Begeisterung auf die Premiere-Aktie stürzen, greifen Anleihe-Investoren mit Vorliebe zu den Papieren der Arena-Mutter Unity Media.

          Nicht weniger als sechs Prozent geht es für die 2015 fällige und mit 8,75 Prozent verzinste Anleihe nach oben. Das im gleichen Jahr fällige und mit 10,125 Prozent verzinste Papier legt um 4,8 Prozent zu.

          Garantierte Zahlungen von Premiere

          Der Griff zu den Papieren - in Ermangelung einer Aktie - bietet sich an. Denn der große Gewinner der Zusammenarbeit ist zuallererst Unity Media. Der Großteil des Umsatzes, der durch die Vermarktung der Bundesliga-Rechte auf der Satelliten-Plattform von Premiere erwirtschaftet wird, geht an Arena.

          Bild: FAZ.NET

          Unity-Media-Vorstandschef Parm Sandhu nannte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones zwar keine Details, dementierte aber nicht, dass 70 bis 80 Prozent des Umsatzes Arena und die restlichen 20 bis 30 Prozent Premiere zustehen.

          Zudem garantiert Premiere dabei ein Mindestvolumen. „Der Reiz des Deals liegt auch darin, dass wir von Premiere garantierte Zahlungen erhalten“, sagte Sandhu. Dagegen muss Premiere auf die größere Attraktivität seines Programmangebots und eine positive Rückkopplung bauen. Den Löwenanteil des Umsatzes erhält Premiere nur dann, wenn ein Kabelkunde von Unity Media künftig Premiere-Programm-Pakete dazu bucht.

          Position im „Triple Play“ gestärkt

          Zudem erhält Unity Media über eine Kapitalerhöhung von Premiere 16,4 Millionen neue Stammaktien des Bezahlsenders und wird auf diese Weise größter Aktionär des Senders, auch wenn die Beteiligung, um Unstimmigkeiten mit dem Kartellamt zu vermeiden, an ein unabhängiges Finanzinstitut übertragen werden soll.

          Arena könne sich künftig darauf konzentrieren, Programmanbieter zu sein, sagte Sandhu. Die Betreuung der technischen Satelliten-Plattform von Arena übernimmt Premiere. Für den Mutterkonzern Unity Media sieht er die Position als „Triple-Play-Anbieter“ (Fernsehen, Telefon, Internet) gegenüber der Deutschen Telekom als deutlich gestärkt an. Arena werde sich auch weiterhin um eine Ausweitung des Programms bemühen. „Wir sind auch nach wie vor an den Bundesliga-Rechten nach der Saison 2008/09 interessiert und werden mitbieten“, sagte Sandhu.

          Die unmittelbaren Effekte der Kooperationsvereinbarung haben auch einen direkten Einfluss auf die Geschäftszahlen von Arena. Der Sender werde viel früher profitabel als zunächst angepeilt. Operativ werde Arena die Gewinnschwelle bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 erreichen, sagte Sandhu der Nachrichtenagentur Reuters. Ohne die Vereinbarung mit Premiere hätte man den Break-even erst bei einem Kundenstamm von 2,5 Millionen erreicht. Zum Jahresende hatte Arena knapp über eine Million Abonnenten.

          Arena früher profitabel

          Bislang war Arena davon ausgegangen, bis spätestens mit Ende der Bundesliga-Saison 2008/09 profitabel zu sein. Für 2006 geht Arena noch von einem Verlust auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 120 Millionen und 140 Millionen Euro aus.

          Weitere Themen

          Die nächste Generation Sixt

          Scherbaums Börse : Die nächste Generation Sixt

          Familienunternehmen bereitet der Generationenwechsel oft Probleme. Durch den Rückzug des Patriarchen Erich Sixt bekommt die Autovermietung künftig zwei Ko-Chefs. Was bedeutet das für die Aktionäre und den Wandel zum Mobilitätsdienstleister der Zukunft?

          Topmeldungen

          Der Afroamerikaner Jaques DeGraff lässt sich im Februar in New York gegen das Corona-Virus impfen.

          Impfung gegen Corona : Die alte Angst der Afroamerikaner

          In den Vereinigten Staaten lassen sich deutlich weniger Afroamerikaner impfen als Weiße. Das liegt auch an Erfahrungen, die Schwarze mit Gesundheitsbehörden gemacht haben. Viele kennen noch das Verbrechen von „Tuskegee“.
          Robert Lewandowski (links) schießt noch ein Tor mehr als Erling Haaland.

          FC Bayern besiegt Dortmund : Die große Show des Robert Lewandowski

          Das Topspiel der Bundesliga wird zur Bühne der Torjäger. Haaland trifft früh doppelt für den BVB, doch die Bayern sind am Ende wieder stärker. Denn Lewandowski schießt noch mehr Tore als Haaland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.