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Unternehmensanleihen : Hochzinsanleihen vor dem Comeback?

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Bild: F.A.Z.

Der Trend zu steigenden Renditeaufschlägen für Hochzinsanleihen scheint ungebrochen. Allgemein werden steigende Ausfallraten erwartet, wenn auch Europa glimpflicher davon kommen könnte. Im zweiten Halbjahr könnte es erste Einstiegsgelegenheiten geben, meint die LBBW.

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          Wenn von Blasen auf den Finanzmärkten die Rede ist, richten sich die Blicke wie von selbst stets auf den Aktienmarkt. Weniger Beachtung finden dabei die Rentenmärkte, obwohl auf diesen Blasen mindestens ebenso häufig sind. Schließlich ist die Finanzkrise auch und vor allem eine Krise des Anleihenmarkts.

          Der Run auf forderungsbesicherte Papiere, die sich dann als von zweifelhaftem Wert herausstellten, war stets begleitet auch von Käufen von Hochzinsanleihen, deren Ausfallraten aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf ein historisches Minimum gesunken waren.

          Einbringlichkeit könnte unter den Erwartungen liegen

          Mittlerweile sind die Zinsen höher, der Kreditmarkt ist angespannt und das Finanzierungsumfeld hat sich stark verschlechtert. Was Wunder also, wenn die Kurse zahlreicher Papiere unter Druck geraten sind und allein seit Jahresanfang Kursstürze von bis zu 40 Prozentpunkten erfuhren.

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          Für Anleger, deren Anlagestrategie generell auf das Investment in Hochzinsanleihen aufbaut, scheint dies nicht unbedingt ein Problem zu sein. Eine entsprechende Risikodiversifikation durch ein breit gestreutes Investment soll das Depot absichern, so dass sich je nachdem ein oder zwei Ausfälle verkraften lassen.

          Allzumal deswegen, weil der Ausfall einer Anleihe nach Rechnung der Investoren keinen kompletten Ausfall bedeutet. Der historische Durchschnitt bei Ausfällen amerikanischer Hochzinsanleihen liegt bei 42 Cent je Dollar Nominalwert. „Die meisten Marktteilnehmer gehen von der generellen Einschätzung aus, dass sie bei vorrangigen, nicht besicherten Papieren im Ernstfall noch 40 Prozent erhalten“, sagt James Keenan von Black Rock.

          Zu einem Drittel höchstens zehn Cents je Dollar

          Indes wird es in der kommenden Zeit weniger sein, meint Keeman. Auch die Rating-Agentur Fitch schätzt, dass die Gläubiger von einem Drittel der Hochzinsanleihen mit einem Rating „B+“ oder niedriger höchstens zehn Cent je Dollar Nominalwert zurückbekommen.

          Bei den rund 100 Anleihe- Emittenten, die Fitch mit „B+“ oder niedriger einstuft, werden Fitch zufolge Investoren nur in 24 Prozent der Fälle 51 Cent je Dollar Nominalwert oder mehr bekommen. Nach Einschätzung von Moody's hängt über so vielen Unternehmen das Damokles-Schwert der drohenden Zahlungsunfähigkeit wie seit Oktober 2002 nicht mehr. Die Rating-Agentur rechnet damit, dass sich die Zahl der Ausfälle in den nächsten zwölf Monaten auf 5,9 Prozent vervierfachen wird.

          Europa dürfte besser wegkommen...

          Auch auf dem europäischen Hochzinsmarkt dürften die Zeiten schwerer werden. Schon 2007 brachte die Anlageklasse, nach einem durchschnittlichen Ertrag von rund 15 Prozent in den Jahren 2003 bis 2006 den Anlegern im vergangenen Jahr ein Minus von 2,3 Prozent. Angesichts steigender Ausfallraten dürften auch die Quoten dessen fallen, was sich die Anleger bei einem Zahlungsausfall zu erhalten erhoffen können. Lagen diese zuletzt im Bereich von 50 bis 60 Prozent, dürften sie auf rund 40 Prozent absinken.

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