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Tagesgeld- und Festzinsangebote : Mit Sicherheit gewinnen

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Bild: F.A.Z.

Es ist schwer, noch gute Zinsangebote zu bekommen. Doch noch sind Festgeldangebote mit mehr als 5 Prozent Zinsen zu finden. Doch meist haben nur Neukunden gute Chancen, hohe Zinsen zu erhalten.

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          Durch die drastischen Zinssenkungen der Notenbanken haben es Anleger schwer, noch gute Zinsangebote bei Geldinstituten zu bekommen. Doch wer sich beeilt, kann noch Festgeldangebote finden, und sich längerfristig mehr als 5 Prozent Zinsen pro Jahr sichern. Finanztest sagt, wo Anleger noch hohe Zinsen bekommen und was sie vor der Anlage beachten sollten.

          Renditen von mehr als 5 Prozent

          Schlechte Karten haben Anleger derzeit, wenn sie ihr Geld dem Staat anvertrauen. Sie bekommen mit Bundesanleihen oder -schatzbriefen zwar maximale Sicherheit, doch die Anlagen bringen kaum mehr als drei Prozent Rendite ein. Der Ausweg: Tages- und Festgelder sowie Sparbriefe. Gerade bei Festgeldern und Sparbriefen haben Anleger derzeit noch die Möglichkeit, sich für ein oder mehrere Jahre attraktive Zinsen zu sichern. Doch auch Sparbriefe oder Festgelder mit Laufzeiten von drei oder sechs Monaten bringen derzeit noch Zinsen von 5 oder mehr Prozent.

          Schnell anlegen

          Der Haken: Sparer sollten mit ihrer Entscheidung nicht lange warten. Schnelligkeit ist gefragt. Denn durch die drastischen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und weiterer Notenbanken verringern auch Banken und Sparkassen zunehmend die Zinssätze für ihre Sparprodukte. Die Konditionen können sich derzeit also täglich nach unten verschlechtern.

          Die im Testkompass abgebildeten Angebote haben den Stand vom 15.12.2008 und sind damit aktuell. Eine Garantie bietet der Testkompass aber nicht. Kunden sollten daher vor Vertragsabschluss überprüfen, ob die angegebenen Konditionen noch gelten.

          Gute Chancen für Neukunden

          Oft haben vor allem Neukunden gute Chancen, hohe Zinsen zu erhalten. Die Banken bieten Ihnen zeitlich befristet attraktivere Konditionen als Stammkunden. Manchmal gelten diese Lockangebote nur für neue Kunden, manchmal aber auch nur für Gelder, die vorher noch nicht auf einem Konto der entsprechenden Bank deponiert waren.

          Auch bei diesen Angeboten gilt: Sparer sollten genau aufpassen. Denn manche Lockangebote laufen nur für kurze Zeit - etwa drei Monate - oder sie gelten nur für geringe Anlagebeträge. Es ist ratsam, sich nach dem Normalzins der Bank zu erkundigen und zu überprüfen, wie stabil die Angebote in der Vergangenheit waren.

          Tages- oder Festgeld

          Vor der Anlage müssen sich Sparer entscheiden, welches Ziel sie haben. Wer jederzeit über sein Geld verfügen möchte, muss auf Tagesgelder zurückgreifen. Allerdings besteht dann auch die Gefahr, dass die Zinsen im Laufe der Zeit sinken können. Mit Festgeldern können sich Anleger dagegen die derzeit noch attraktiven Angebote über Monate oder Jahre sichern. Wer trotz allem darauf hofft, dass die Zinsen in den nächsten Monaten wieder steigen, kann sein Geld für kürzere Zeiträume von sechs Monaten bis zu einem Jahr festlegen. Alle anderen Sparer sollten sich für Angebote mit möglichst langer Laufzeit entscheiden.

          Sicher anlegen

          Die Finanzkrise hat gezeigt, dass auch vermeintlich stabile Banken in eine Schieflage geraten können. Anleger der isländischen Kauthing-Bank haben dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. Damit die Gelder auch im Falle einer Bankenpleite sicher sind, sollten sich Sparer informieren, ob und welchen Sicherungseinrichtungen die Geldinstitute angehören und bis zu welcher Höhe die Einlagen sicher sind.

          Für die meisten deutschen Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken gilt: Drei Sicherungsnetze fangen nahezu alle Risiken ab, die Sparanlagen sind also sicher. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung gibt es den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken und die Sicherungssysteme der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Zudem hat auch die Kanzlerin eine Garantie für Spareinlagen ausgesprochen.

          Anlegen bei ausländischen Banken

          Viele Topzinsangebote kommen von ausländischen Banken, die nicht der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung angehören. Dort sind die Einlagen aber nicht in gleichem Maße geschützt. Sparguthaben bei Banken in den Niederlanden oder Österreich waren im Falle einer Bankenpleite nur bis zu einem Betrag von 20.000 Euro völlig sicher.

          Die Notenbank der Niederlande hat mittlerweile einen neuen Höchstbetrag von 100.000 Euro zugesichert. Viele dort ansässige Banken werben bereits mit dieser Zusage. Dennoch: Finanztest empfiehlt Anlegern trotzdem, nur Summen bis zu 20.000 Euro dort anzulegen. Denn die Zusage der niederländischen Notenbank ist nicht per Gesetz festgelegt und gilt auch nur befristet für ein Jahr.

          Tipps

          Flexibilität . Mit gut verzinstem Tagesgeld erzielen Sie zurzeit deutlich mehr als mit der Tagesanleihe des Bundes (vgl. Neue Zinsanlagen locken) und Sie haben das Geld bei Bedarf jederzeit zur Verfügung. Einsame Spitze bei den Angeboten mit deutscher Einlagensicherung ist die Oyak Anker Bank mit einem Zins von 5,25 Prozent. Sogar 5,75 Prozent bietet die niederländische Credit Europe Bank - für Neukunden. Finanztest empfiehlt, dort nicht mehr als 20.000 Euro pro Person anzulegen.

          Planungssicherheit . Mit mehrjährigen Sparangeboten können Sie sich jetzt Konditionen sichern, die weit über dem Marktniveau liegen. Sollten die Zinsen niedrig bleiben oder gar weiter sinken, ist das eine kluge Entscheidung. Spitzenzinsen ab drei Jahren Laufzeit für Einmalanlagen bieten die Mercedes-Benz-Bank, GE Money Bank, Santander Consumer Bank und Santander Direkt Bank. Gleiches gilt für eine Reihe von niederländischen und österreichischen Banken.

          Kompromiss . Mit Festgeld für ein Jahr können Sie die Zinsentwicklung in Ruhe abwarten und die Entscheidung vertagen. Top ist hier die Oyak Anker Bank mit deutscher Einlagensicherung sowie verschiedene Auslandsbanken.

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