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Staatsanleihen : Lage am Anleihemarkt Spaniens droht zu eskalieren

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Kurstafeln in der Börse in Madrid, aufgenommen am 20.07.2012. Bild: AFP

Die Sorge um den spanischen Anleihemarkt reißt nicht am: Am Montag sind die Renditen von Spaniens Rentenpapieren mit zehn und fünf Jahren Laufzeit auf über 7 Prozent gestiegen.

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          Die Lage am Anleihemarkt Spaniens hat sich zu Wochenbeginn abermals deutlich verschärft und droht zu eskalieren. Die Renditen für spanische Staatsanleihen erreichten am Montag in vielen Laufzeiten neue Rekordstände. Mittlerweile liegt die Rendite nicht nur im Zehnjahresbereich über der kritischen Marke von 7 Prozent, sondern auch bei Schuldtiteln mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren. Dieses hohe Niveau für einen Staat auf Dauer als nicht finanzierbar. Zweijährige Anleihen rentierten am Montagvormittag erstmals mit mehr als sechs Prozent.

          Im Fahrwasser Spaniens trübte sich auch die Lage am Rentenmarkt Italiens ein. Besonders stark verschlechterte sich die Lage in Spanien im zweijährigen Bereich. Hier stieg die Rendite um mehr als 40 Basispunkte auf bis zu 6,02 Prozent. Fünfjährige Titel legten ähnlich stark zu und rentierten in der Spitze mit 7,07 Prozent. Im Zehnjahresbereich, der als richtungweisend gilt, stieg die Rendite etwas weniger. Sie erreichte mit 7,4 Prozent aber ebenfalls ein neues Rekordhoch. Selbst dreißigjährige Schuldtitel rentieren aktuell nur unwesentlich höher.

          CDS zeugen von großem Misstrauen der Investoren gegenüber Spanien

          Die Risikoaufschläge zu deutschen Staatsanleihen, die als sehr sicher gelten, bewegten sich zwischen 607 Basispunkten (zwei Jahre) und 540 Basispunkten (dreißig Jahre). Dies verdeutlicht das große Misstrauen der Investoren gegenüber Spanien. Unterdessen legten auch die Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) auf spanische Staatstitel zu und stiegen auf einen neuen Rekordstand. Am Montagvormittag kostete eine Ausfallversicherung auf fünfjährige Staatsanleihen bis zu 634 Basispunkte. Im Euroraum liegt die CDS-Prämie nur für Staatsanleihen Zyperns und Portugals höher.

          Die Entwicklung von CDS-Prämien dient mitunter mehr als der Gradmesser, wie die Märkte die jeweiligen Risiken bewerten, als die Anleihennotierungen selbst. Der CDS-Handel gilt als wenig transparent und verlockt Spekulanten zu riskanten Transaktionen in großem Stil, die wiederum Finanzkrisen verstärken können. Händler erklärten die abermalige Zuspitzung an den Anleihemärkten der beiden Euro-Schwergewichte Spaniens und Italiens vor allem mit finanziellen Problemen der spanischen Regionen. Nachdem bereits am Freitag die Region Valencia den spanischen Zentralstaat um Hilfe gebeten hatte, könnten weitere Regionen hinzu kommen. Die spanische Tageszeitung „El Pais“ spricht von bis zu sechs Regionen, die unter akuter Finanznot leiden.

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