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Sparanlagen : Bis zu sechs Prozent Zinsen für Tagesgeld

  • Aktualisiert am

Die Sparzinsen sind noch immer relativ niedrig. Doch wer sich flexibel zeigt, dem winken schon bei Tagesgeldanlagen bis zu sechs Prozent Zinsen.

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          Für vorsichtige Anleger hält der Finanzmarkt derzeit ein besonderes Schnäppchen bereit: Bis zu sechs Prozent Zinsen erhalten Sparer für so genanntes Tagesgeld, also Geldanlagen mit täglicher Verfügbarkeit. Mit den hohen Zinsen locken insbesondere kleinere und wenig bekannte Internet- und Direktbanken.

          Viele von ihnen haben ihren Sitz im europäischen Ausland, doch das muss den Anleger nicht schrecken: "Bei allen Kreditinstituten in EU-Mitgliedsländern sind die Gelder durch den gesetzlichen Einlagenschutz gesichert", sagt Horst Peter Wickel, Finanzexperte bei der Stiftung Warentest in Berlin.

          First-e mit dem höchsten Angebot

          Spitzenreiter bei den Anbietern ist derzeit die Internetbank First-e, die sechs Prozent Zinsen ab der ersten Mark bei monatlicher Zinsgutschrift bietet. Viele andere Direktbanken wie die beispielsweise die holländische Finansbank, die Demir-Halk Bank, die UGBI Bank, die BMW Bank oder die Netbank, bieten zwischen vier und fünf Prozent Zinsen.

          Zwar gehen die Anleger bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos auch im Ausland kein Risiko ein, sie sollten jedoch die Höchstgrenzen beachten, bis zu denen ihre Gelder im Falle einer Bankpleite gesetzlich abgesichert sind. Bei der First-e Internetbank, an der die französische Banque Descompte beteiligt ist, sind das beispielsweise 70.000 Euro (136.000 Mark), dem in Frankreich geltenden maximalen Entschädigungsbetrag.

          Gut geeignet zum Geld parken

          In den übrigen Ländern gelten Entschädigungssummen zwischen 20.000 und 103.000 Euro. Der Sparer kann also EU-weit rund 40.000 Mark risikolos anlegen. Die Eröffnung des fast immer gebührenfreien Kontos erfolgt meist auf dem Postweg, danach wird die gewünschte Summe einfach auf das neue Konto überwiesen. "Die Anlage in Tagesgeld lohnt sich zum Parken größerer Beträge und ist auf jeden Fall ertragreicher, als das Geld auf dem Girokonto oder dem Sparbuch schmoren zu lassen", sagt Rainer Metz von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Allerdings sollten Sparer die Bedingungen genau lesen, um nicht in eine "Gebührenfalle" zu tappen. Tagesgeldkonten seien fast immer nur zum Parken des Geldes geeignet, denn für Transaktionen würden oft horrende Gebühren verlangt.

          Hohe Zinsen als Köder zum Kundenfang

          Hinter dem Zinsfeuerwerk der Banken steckt Kalkül. "Die Institute kämpfen beinhart um Kunden, ähnlich wie die Mobilfunkanbieter", sagt Horst Peter Wickel. "Man ködert sie mit hohen Zinsen in der Hoffnung, einen langjährigen Kunden zu gewinnen, der möglichst viele weitere Bankangebote nutzt." So sei das Angebot von First-e ein reines Zusatzgeschäft, an dem nichts verdient werde. Das räumt die Bank, die bundesweit rund 40.000 Kunden zählt, sogar selbst ein. Der Zinssatz werde "teilweise aus den Marketingmitteln" finanziert, sagt Sprecherin Anja Weidig. Garantiert werden die sechs Prozent allerdings nur bis zum 31. März 2001.

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