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Schwellenländer : Argentinien ist wieder salonfähig

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Argentinien wird an den internationalen Kapitalmärkten wieder salonfähig. Die Ratingagentur Standard&Poor's sieht Argentinien nicht mehr als zahlungsrückständig an. Sie hob die Bonitätsnote für langfristige Staatsanleihen an.

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          Argentinien wird an den internationalen Kapitalmärkten wieder salonfähig. Die Ratingagentur Standard&Poor's sieht Argentinien nicht mehr als zahlungsrückständig an.

          Die Agentur hob die Bonitätsnote für langfristige Staatsanleihen des Pampalandes von SD, das heißt selektiver Zahlungsausfall, um sechs Stufen auf B- an. Das Rating bleibt damit allerdings um ebenfalls sechs Stufen unter der Kategorie "Investment Grade" (anlagewürdig). Kurzfristige argentinische Papiere werden gar nur mit C benotet. Argentinische Anleihen werden damit weiterhin als hochspekulative Anlagen eingestuft.

          Technische Abwicklung des Umtauschs kann sich verzögern

          Standard&Poor's hatte die Heraufstufung schon Anfang Februar kurz nach Beginn der Umschuldung von 82 Milliarden Dollar notleidender Anleiheschulden angekündigt. Nun vollzogen die Kreditbewerter den Schritt bereits, bevor die Gläubiger die neuen Papiere überhaupt in Händen halten. Drei Viertel der Anleger hatten im Februar das Angebot der Argentinier akzeptiert und einen Wertverlust von mindestens zwei Dritteln ihrer Forderungen hingenommen. Die technische Abwicklung des Umtauschs hat sich jedoch aufgrund von Pfändungsversuchen immer wieder verzögert. Einige Gläubiger, die dem Angebot nicht zugestimmt haben, hatten unter anderem versucht, bei der amerikanischen Justiz eine Pfändung der zum Tausch hinterlegten Altanleihen zu erreichen. Die Richter lehnten dies jedoch ab.

          Altanleihen gelten weiterhin als Zahlungsausfälle

          Die Altanleihen, die nicht getauscht wurden, bleiben weiterhin mit D und damit als Zahlungsausfall eingestuft, teilte Standard &Poor's mit. Die künftige Entwicklung von Argentiniens Kreditwürdigkeit werde insbesondere davon abhängen, ob es der Regierung gelinge, dem Druck zur Erhöhung der Staatsausgaben zu widerstehen, wenn das Wirtschaftswachstum nachlasse, urteilte die Agentur. Allein am Dienstag stiegen die Kurse argentinischer Staatsanleihen um bis zu 3 Prozent.

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