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Roche-Pfund-Anleihe : Interessante Wette auf die Erholung des Pfunds

  • Aktualisiert am

Verbindung zwischen Antikörper (bevacizumab/Avastin) und Signalmolekül Bild: Roche

Unternehmensanleihen sind im wirtschaftlich stark unsicheren Umfeld für Anleger reizvoll, da sie interessante Renditen bieten können. Papiere seriöser Emittenten mit guter Bonität sind gefragt. Zum Beispiel die von Roche.

          Unternehmensanleihen sind im wirtschaftlich stark unsicheren Umfeld für Anleger reizvoll, da sie interessante Renditen bieten können. Allerdings ist es wichtig, auf die Solidität der Emittenten zu achten.

          Denn interessante Renditen nutzen wenig, wenn das Risiko da ist, dass die Schuldner die versprochenen Beträge nicht, nur verspätetet oder möglicherweise auch nur nach längeren Klage- und Eintreibungsprozessen zahlen.

          Seriöse Emittenten mit guter Bonität sind gefragt

          Aus diesem Grund neigen viele Anleger ähnlich dazu, nur auf seriöse Emittenten mit guter Bonität zu setzen. Dazu zählt mit hoher Sicherheit das in Basel ansässige, jedoch international tätige Pharma- und Diagnostikunternehmen Roche. Es wird im Kern von den Nachfahren der Gründerfamilie dominiert, wächst schon seit Jahren robust und hoch profitabel und verfügt sowohl über eine interessante Produktpalette als auch für eine viel versprechende Pipeline.

          Die Genussscheine des Unternehmens sind an der Börse in den vergangenen Monaten zwar nicht von Kursverlusten verschont geblieben. Am Donnerstag liegen sie mit 132,6 Franken knapp 45 Prozent unter dem noch im Januar des vergangenen Jahres erreichten Allzeithochs. Allerdings hielten sie sich etwas besser als der breite Markt, welchen sie in Form des SMI stark mit beeinflussen. Die Papiere befinden sich in einem mittelfristigen Abwärtstrend, allerdings sind sie mit Kurs-Gewinnverhältnissen von elf und zehn auf Basis der Gewinnschätzungen und mit einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent mit Blick auf das bisher robuste Geschäftsmodell vergleichsweise attraktiv bewertet.

          Anleger, welchen die starke Amerikalastigkeit aufgrund möglicher Sparmaßnahmen im amerikanischen Gesundheitswesen nicht gefällt oder die der Börse angesichts der Turbulenzen generell nicht trauen, können auf kürzlich ausgegebene Anleihen ausweichen. Eine bis in den März des Jahres 2016 laufende Euroanleihe (XS0415624120) mit einem Kupon von 5,625 Prozent bietet am Donnerstag auf der Briefseite eine Rendite von 5,2 Prozent bei einem Kurs von 102,485 Prozent.

          Pfundanleihe als Wette auf die Erholung der britischen Währung

          Gewisse Reize mag auch eine bis in den März des Jahres 2015 laufende Pfund-Anleihe mit der Isin XS0415625283 und einem Kupon von 5,5 Prozent bieten. Sie rentiert am Donnerstag bei einem Kurs von 100,7 Prozent mit 5,36 Prozent. Beide von der Ratingagentur Moody's mit AA1 bewerteten Anleihen bieten nicht nur nette Aufschläge im Vergleich mit deutschen Bundesanleihen, sondern gerade auch das Pfundpapier stellt eine interessante Wette auf eine Erholung der britischen Währung dar, die in den vergangenen Monaten massiv abgewertet hat. Sollte es Großbritannien mittelfristig gelingen, sich aus der wirtschaftlichen Bredouille zu befreien, könnte das die britische Währung aus der Defensive bringen und dem Anleger zu Kursgewinnen von der Währungsseite verhelfen.

          Auf der anderen Seite geht er natürlich auch das Risiko ein, dass die Währung gegen ihn laufen kann. Dasselbe gilt für das Zinsumfeld allgemein. In längerfristiger Perspektive sind die Zinsen tief und könnten vor allem dann steigen, wenn die Inflationierungsbemühungen der Zentralbanken wirken und oder wenn Anleger für das zunehmend auf den Markt kommende Angebot von Anleihen höhere Risikoprämien haben wollten. Sollte das Zinsniveau nach oben gehen, müssten Anleger, die gezwungen wären ihre Anleihen vor dem Verfall zu verkaufen, entsprechende Kursverluste in Kauf nehmen.

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