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Rentenpapiere : Null Prozent Zinsen auf fünfjährige Bundesanleihen

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Der Bund zahlt für neue Anleihen kaum noch Zinsen Bild: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes

Die Mini-Zinsen in Europa haben immer drastischere Folgen. Erstmals bietet der Bund nun eine fünfjährige Anleihe ohne Zinsen an.

          Was früher niemand mehr für möglich gehalten hätte, ist heutzutage Realität: Die Mini-Zinsen sinken noch weiter. Gab es im November des vergangenen Jahres erstmals keine Zinsen mehr auf eine Bundesschatzanweisung mit zweijähriger Laufzeit, so gibt es seit diesem Dienstag auch keine Zinsen mehr auf Bundesobligationen, also Anleihen des Bundes mit fünfjähriger Laufzeit.

          Auf die neue Bundesobligation mit Fälligkeit im April 2020 (Isin DE0001141711) werden keine Zinsen mehr gezahlt. Auf die vorangegangene Emission Anfang Dezember hatte der Bund wenigstens noch 0,25 Prozent Zinsen gezahlt.

          Die einzige Möglichkeit für die Mitglieder der Bietergruppe Bundesemissionen, der 37 internationale Banken angehören, sicher Geld zu verdienen, ist die Rentenpapiere günstiger zu kaufen und entsprechende Gebote unter pari abzugeben.

          Dennoch sank die Rendite praktisch auf null. Die Durchschnittsrendite lag bei 0,04 Prozent, nach 0,14 Prozent bei der Auktion von 2019 fälligen Papieren am 3. Dezember. Plaziert konnten die Anleihen aber werden: 4,042 Milliarden Euro wurden plaziert; einschließlich Marktpflegequote lag das Volumen der Emission bei den angestrebten 5 Milliarden Euro.

          Mit dem Kaufen am Sekundärmarkt und dem Halten bis zur Endfälligkeit ist derzeit kein Geld zu machen. Im Gegenteil: Die Rendite der fünfjährigen Bundesobligation liegt derzeit bei minus 0,05 Prozent.

          Dennoch konnten die Anleihenkäufer im vergangenen Jahr gutes Geld mit Bundesobligationen verdienen. Deren Kurse steigen 2014 um 4,7 Prozent, derweil der Dax mit 5,6 Prozent nicht so viel mehr einbrachte.

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