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Neutralisierte Liquidität : EZB entzieht Geldmarkt 208,5 Milliarden Euro

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          1 Min.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Geldmarkt des Euroraums wie beabsichtigt 208,5 Milliarden Euro über ein siebentägiges Refinanzierungsgeschäft entzogen. Wie die EZB bereits am Montag mitgeteilt hatte, entspricht das dem Volumen der Staatsanleihen, die sie im Rahmen ihres Wertpapierkaufprogramms (SMP) erworben hat und die sich am Freitag vergangener Woche noch in ihrer Bilanz befanden. In der Vorwoche hatte die EZB 209,5 Milliarden Euro absorbiert.

          Die EZB hat zugesagt, den Liquiditätseffekt ihrer Anleihekäufe zu neutralisieren, damit ein Einfluss auf die geldpolitische Ausrichtung ausgeschlossen ist. Der marginale Zuteilungssatz betrug wie in der Vorwoche 0,01 Prozent, der gewogene Durchschnittssatz stellte sich wie in der Vorwoche gleichfalls auf 0,01 Prozent. Insgesamt erhielt die EZB Gebote von 62 (56) Instituten über 459,619 (404,051) Milliarden Euro.

          Ab Mai 2010 hatte die EZB Anleihen von klammen Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien am Markt gekauft und will die Papiere bis zur Fälligkeit halten. Vor kurzem hat der EZB-Rat ein neues Programm unter dem Namen Outright Monetary Transactions (OMT) beschlossen, das unter bestimmten Auflagen den unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen ermöglicht. Unter dem alten Programm SMP sollen keine Staatsanleihen mehr gekauft werden.

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