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Insolvenzverwalter : Mehrere Kaufinteressenten für German Pellets

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Der Pelletshersteller German Pellets hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Den Anlegern droht ein Totalverlust. Bild: dpa

Der insolvente Brennstoff-Hersteller kann wohl weitermachen. Es gibt mehrere ernsthafte Kaufinteressenten. Die Gläubiger werden wohl dennoch größtenteils leer ausgehen.

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          Es lägen Übernahmeangebote von mehreren deutschen und ausländischen Investoren vor, die eine Sanierung und Fortführung ermöglichten, erklärte die Insolvenzverwalterin des Brennstoffherstellers German Pellets, Bettina Schmudde, ohne Namen zu nennen. Nun werde mit den aussichtsreichsten Bietern weiter verhandelt, um German Pellets baldmöglichst an einen neuen Eigentümer zu übergeben. Zum Verkauf steht zunächst das Kerngeschäft mit drei Standorten in Deutschland.

          Einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge gilt der Rohstoffverarbeiter Rettenmaier aus dem schwäbischen Rosenberg bei Aalen als Favorit. Zweiter Kandidat sei der Papierhersteller Zellstoff Rosenthal, der dem Finanzinvestor Mercer International gehört. Der Verkauf werde einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag bringen. Ein Sprecher Schmuddes wollte sich dazu nicht äußern. Schmudde hatte einen Abschluss bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai angepeilt. Bei German Pellets stellen rund 650 Mitarbeiter Holzpellets zum Heizen sowie Tierstreu her.

          Das Unternehmen aus Wismar hatte im Februar Insolvenz angemeldet, nachdem die Umschuldung einer zum 1. April fälligen Anleihe misslungen war. Es ist eine der größten Firmenpleiten in Deutschland in diesem Jahr, betroffen ist eine fünfstellige Zahl von Anlegern. Die Zeichner von Genussrechten und hochverzinsten Anleihen dürften nach den Erwartungen der Insolvenzverwalter leer ausgehen.

          Der Preis für Pellets war unter Druck geraten, weil der Ölpreis abstürzte. Zwei warme Winter ließen zudem die Nachfrage einbrechen. Derweil hatte die Geschäftsführung aber immer weiter auf Expansion gesetzt.

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