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Länder-Ratings : Nur 19 von 113 Ländern bekommen die Bestnote

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Bei Japan reicht es nicht für ein AAA-Rating: Skyline von Tokyo Bild: AP

Keines der 113 Länder mit S&P-Rating ist derzeit zahlungssäumig. Doch bei einem Land könnte sich das bald ändern: Belize. Die beste Note AAA bekommen nur 19 Staaten. Japan ist übrigens nicht dabei.

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          Am 19. September rollten bei einem unblutigen Putsch thailändische Panzer durch die Straßen von Bangkok. Am gleichen Tag gab Standard & Poor's bekannt, das Kredit-Rating des Landes zu überprüfen.

          Kredit-Ratings mögen für demokratische Musterknaben, Gegner staatlicher Korruption oder die thailändischen Truppen, die im Süden des Landes gegen muslimische Aufständische kämpfen, keine große Bedeutung haben, doch für die Finanzen des Landes können sie einiges bewirken. Wenn S&P seine Ratings herabstuft, könnte dies die Ziele des thailändischen Finanzministers beeinträchtigen, der das Finanzsystem stärken will, um eine Wiederholung der Finanzkrise des Landes aus dem Jahr 1997 zu verhindern.

          AAA für die besten Schuldner

          Der Grund dafür ist folgender: Ebenso wie die Durchschnittsbürger sich über ihre Kreditbewertung Sorgen machen - wie viel Geld die Banken ihnen leihen und welchen Zins sie dafür berechnen - so gilt dies auch für Länder. Wird das Sovereign Rating eines Landes herabgestuft, wird die Aufnahme von Finanzmitteln für seine Regierung teurer.

          Bild: FAZ.NET

          Im Gegensatz zu Privatpersonen jedoch werden diese Informationen nicht von Kreditagenturen wie Experian und Dun & Bradstreet in den Vereinigten Staaten geliefert, sondern von großen Rating-Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's und Fitch. Die besten Schuldner erhalten das begehrte Rating AAA. Das bedeutet, daß der betreffende Staat außerordentlich gut in der Lage ist, seine Schulden fristgerecht zurückzuzahlen. „Je höher das Rating, desto niedriger das angenommene Ausfallrisiko und desto geringer der Aufschlag, den das Land für seine Schulden zahlen muß“, sagt John Chambers, Managing Director der S&P Sovereign Ratings Group.

          Ungarn als einziges Land herabgestuft

          Die Kreditentwicklungen waren im Laufe des vergangenen Jahres positiv - dank starken globalen Wachstums, steigender Rohstoffpreise, reichlich vorhandener grenzüberschreitender Kapitalströme und niedriger Realzinsen, meint Chambers. Im Bereich der Schwellenmärkte hat Standard & Poor's Rating Services beispielsweise in den vergangenen zwölf Monaten bis August acht Länder um einen Schritt heraufgestuft und nur eines herabgestuft.

          Zuletzt wurden Indonesien (auf BB- am 26. Juli) und China (auf A am 27. Juli) heraufgestuft. Anfang des Jahres setzte S&P das Rating der südamerikanischen Staaten Venezuela (auf BB- am 3. Februar), Brasilien (auf BB am 28. Februar) und Argentinien (auf B am 23. März) herauf. Ungarn wurde als einziges Land herabgestuft (auf BBB+ am 15. Juni).

          Screening-Instrument für Fondsmanager

          Händler festverzinslicher Wertpapiere und Fondsmanager verwenden die Sovereign Ratings überwiegend als Screening-Instrument bei der Suche von Wertpapieren. Nach Angaben von Don Quigley, Co-Manager des Julius Bär Total Return Bond Fund, kann sein Fonds nur Anleihen in Anlagequalität („Investment Grade“) kaufen, daher hält er Ausschau nach Emissionen mit einem Sovereign Rating von BBB oder höher.

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