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Kursfeuerwerk an Tokios Börse : Japans Zentralbank lockert überraschend Geldpolitik

  • Aktualisiert am

Die japanischen Börsen freuen sich über die geldpolitische Lockerung. Bild: dpa

Trotz lockerer Geldpolitik steigen die Preise in Japan nicht wie erwünscht. Deshalb legt die japanische Notenbank jetzt noch eine Schippe drauf. Ob so das erwünschte Wachstum endlich kommt?

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          Japans Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel noch weiter gelockert. Zugleich senkte sie am Freitag die Wachstumsprognose für die Wirtschaft des Landes für das noch bis März 2015 laufende Steuerjahr von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent. Da die Preise nicht wie erwartet steigen, wird die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen ausgeweitet (582 Milliarden Euro). Bislang hatte sie das im Umfang von 60 bis 70 Billionen Yen getan.

          An der Börse Tokio löste die Entscheidung der Bank von Japan ein Kursfeuerwerk aus: Der Nikkei-Index für 225 führende Werte in Reaktion schoss um fast fünf Prozent auf den höchsten Stand seit sieben Jahren nach oben. Zugleich zog der Dollar zum Yen auf den höchsten Stand seit sechs Jahren an.

          Preise sind unter Druck

          Die japanische Wirtschaft habe sich zwar tendenziell weiter moderat erholt. Auch sei zu erwarten, dass die Wirtschaft weiter über ihrem Potential wachse, schreibt die Notenbank in einer Stellungnahme. An der Preisfront habe jedoch ein Nachfragedämpfer in Folge einer Anhebung der Verbrauchssteuer im April sowie ein deutlicher Rückgang bei den Ölpreisen in jüngster Zeit Druck auf die Preise ausgeübt.

          Sollte dies andauern, bestehe das Risiko, dass sich die Überwindung der deflationären Stimmung im Land verzögere, hieß es. Um dies zu verhindern und die bisherigen Fortschritte zu untermauern, halte man es für angemessen, die geldpolitischen Zügel noch weiter zu lockern.

          Stabilitätsziel steht

          Zu diesem Zweck kauft die Notenbank jetzt noch verstärkter als bisher Staatsanleihen sowie riskantere Finanzinstrumente. Als Ziel hatte die BoJ im vergangenen Jahr ist eine Inflationsrate von 2 Prozent bis 2015 ausgegeben. An diesem Stabilitätsziel hält die BoJ weiter fest.

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