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Ehemalige Hypo Alpe Adria : Heta-Gläubiger verlieren die Hälfte

Die Unterneehmenszentrale in Klagenfurt. Bild: dpa

Die österreichische Krisenbank Hypo Alpe Adria bringt ihren Gläubigern Verlust. Jetzt kommt ein Schuldenschnitt für ihre Nachfolger-Organisation Heta.

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          Die Gläubiger der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria müssen sich auf kräftige Verluste einstellen. Nach dem Scheitern einer Einigung zwischen den Geldgebern und dem Bundesland Kärnten als Garantiegeber für die Anleihen hat die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA am Sonntag einen Schuldenschnitt verordnet.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          In ihrer Eigenschaft als Abwicklungsbehörde für das jetzt Heta genannte Institut bestimmte die FMA, dass Käufer nachrangiger Schuldverschreibungen vollständig auf deren Rückzahlung verzichten müssen. Für vorrangige Verbindlichkeiten beträgt der Schuldenschnitt knapp 54 Prozent. Zuvor hatte Kärnten die Rückzahlung von 30 beziehungsweise 75 Prozent angeboten, das aber hatten die Gläubiger abgelehnt. Auch bestätigte die Behörde einen früheren Beschluss, wonach die Heta seit dem 1. März 2015 keine Zinsen mehr bezahlen muss. Seit diesem Tag unterliegt die „Bad Bank“ einem neuen Gesetz zur nationalen Umsetzung einer EU-Richtlinie. Diese sieht für den Umgang mit existenzbedrohten Geldhäusern eine höhere Gläubigerbeteiligung vor, damit nicht mehr die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.

          Die FMA legte darüber hinaus fest, dass die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten einheitlich auf den 31. Dezember 2023 gelegt werden. Gemäß dem bisher gültigen Plan sollten eigentlich alle verbliebenen Vermögensgegenstände der Heta bis 2020 verwertet und das Haus dann endgültig abgewickelt werden. Die FMA teilte am Sonntag mit: „Die Rückführung all ihrer Forderungen sowie der rechtskräftige Abschluss aller offenen Rechtsstreitigkeiten sind aber realistischerweise erst bis Ende 2023 zu erwarten. Erst dann kann das Vermögen letztgültig aufgeteilt und die Gesellschaft liquidiert werden.“ Gegen die Heta sind mehrere Klagen anhängig, vor allem aus Deutschland, wo die wichtigsten Gläubiger für die Verbindlichkeiten von fast 11 Milliarden Euro sitzen.

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