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Erste Yuan-Anleihe in Frankfurt : Ein Bond namens Goethe

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Goethe und das Geld: Das passt in Frankfurt zusammen. Bild: Mutter, Anna

In Frankfurt soll die erste europäische Yuan-Anleihe ausgegeben werden - voraussichtlich noch in diesem Jahr. Der berühmte Dichterfürst steht für die sogenannten „Goethe-Bonds“ Pate.

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          Schuldner können sich bald auch in Kontinentaleuropa direkt Geld in der chinesischen Währung Yuan leihen - und zwar mit der ersten Yuan-Anleihe. Das Zinspapier soll noch in diesem Jahr in Frankfurt ausgegeben werden; entweder von einer öffentlichen Institution oder von Kreditinstituten wie der Landesbank Hessen-Thüringen oder der Deutschen Bank.

          Wie das Handelsblatt berichtet, wird die europäische Yuan-Anleihe nach dem deutschen Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe benannt und heißt „Goethe-Bond“. Die erste Anleihe soll ein Volumen von umgerechnet etwa 50 Millionen Euro haben. Deutsche Unternehmen, die etwa ihre Geschäfte in China ausbauen wollen, sollen sich durch die Yuan-Anleihe leichter und günstiger mit der chinesischen Währung eindecken können.

          Schon seit Ende März steht fest, dass Frankfurt zum Zentrum für den Zahlungsverkehr mit China innerhalb der Währungsunion werden soll. Das war das Ergebnis eines Abkommens zwischen der chinesischen Zentralbank und der deutschen Bundesbank.

          Außerhalb des Euroraums hat auch die britische Notenbank mit der People's Bank of China einen vergleichbaren Deal abgeschlossen und könnte dem Frankfurter Handelsplatz so Konkurrenz machen.

          Die deutsche Finanzwirtschaft verspricht sich von der Emission, einen guten Schritt auf dem Weg hin zum europäischen Handelszentrum für die chinesische Währung voranzukommen.

          Weil in China die Zentralbank den Kurs des Yuan festsetzt und den Tausch übernimmt, ist die Währung nicht frei handelbar. Aus diesem Grund hat das Land schon Yuan-Handelsplätze in Hongkong und Singapur eingeführt.

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