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Erste Staatsanleihe : Saudi-Arabien leiht sich Geld

  • Aktualisiert am

In einem Juwelier-Geschäft in Riad betrachtet ein Mann die Auslage. Bild: AFP

Die saudischen Scheichs leiden unter dem niedrigen Ölpreis. Sparprogramme haben sie schon beschlossen – jetzt leiht sich das Königreich erstmals Geld von internationalen Investoren.

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          Saudi-Arabien trifft mit seinen ersten internationalen Anleihen den Geschmack der Investoren. Einem Insider zufolge reichte die Nachfrage nach den Papieren am Mittwoch für etwa 67 Milliarden Dollar – der bisherige Rekordwert für eine Schwellenländer-Anleihe liegt bei 69 Milliarden Dollar im April für argentinische Papiere. Es sei damit zu rechnen, dass die Regierung in Riad mit den Anleihen, die Laufzeiten von fünf, zehn und 30 Jahren haben, insgesamt 17,5 Milliarden Dollar aufnehmen könne. Auch hier hält bislang Argentinien den Rekord mit 16,5 Milliarden Dollar.

          Saudi-Arabien hat ein Problem. Der Ölpreis ist niedrig. Von Mitte 2014 bis Anfang 2016 hat der Preis von 115 Dollar je Barrel (159 Liter) auf 27 Dollar nachgeben, derzeit liegt er bei etwa 50 Dollar.

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          Der Klimawandel und die Abkehr vom Öl werden das Land auch in den kommenden Jahren einiges von seinen Einnahmen kosten. Deshalb hat das Land schon ein großes Sparprogramm aufgelegt. Im vergangenen Jahr fuhr Saudi-Arabien ein Rekord-Haushaltsdefizit von 98 Milliarden Dollar ein, das entspricht 15 Prozent der Wirtschaftsleistung.

          Die hohe Nachfrage nach den Anleihen ist zum einen auf die weltweit niedrigen Zinsen und den Mangel an renditeträchtigen Alternativen zurückzuführen. Zum anderen sind Investoren zuversichtlich, dass es der Regierung gelingt, das Land unabhängiger vom Öl zu machen.

          Animation : Das Geheimnis des billigen Öls

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