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Erneuerbare Energien : Abengoa vor dem Aus

  • Aktualisiert am

Der Turm ist hoch, die Schulden auch. Bild: Reuters

Der spanische Konzern Abengoa, tätig im Bereich der Erneuerbaren Energien, steht vor dem Konkurs. Aktien- und Anleihekurse fielen am Mittwoch stark.

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          Der spanische Aktienmarkt wurde am Mittwoch von dem Kursabsturz des im Auswahlindex Ibex-35 enthaltenen Konzerns Abengoa erschüttert. Dessen Aktiennotierung brach um 69 Prozent und die Anleihennotizen um bis zu 51 Prozent ein. An der Börse in Stuttgart stürzte der Tax-Kurs der 2020 fälligen Abengoa-Anleihe mit einem Volumen von 450 Millionen Dollar um 60 Prozent auf 12,90 zu 16,99 Prozent der Nominale ab.

          Vorausgegangen war eine Nachricht des Unternehmens, wonach Verhandlungen über einen Einstieg der Industriegruppe Gestamp gescheitert seien. Das Unternehmen will nun baldmöglichst vorläufigen Gläubigerschutz nach spanischem Insolvenzrecht beantragen und mit den Gläubigern Verhandlungen aufnehmen.

          Die in Sevilla ansässige Abengoa ist im Bereich erneuerbare Energien tätig und beschäftigte zuletzt weltweit 24.000 Mitarbeiter. Abengoa hatte kürzlich angekündigt, eine Tochtergesellschaft des Mischkonzern Corporacion Gestamp wolle mit einem Anteil von 28 Prozent größter Aktionär werden und neues Kapital in das Unternehmen einschießen. Diese Beteiligung kommt nunmehr nicht zustande.

          Die Ratingagentur Moody’s hat die Bewertung der Verbindlichkeiten von Abengoa in der vergangenen Woche auf „B3“ herabgestuft. „B3“ verkörpert Ramschniveau. Moody’s konstatierte einen Mangel an Liquidität.

          Die Krise des Versorgers strahlte auch auf die Kurse einiger Bankaktien des Landes aus. Sollte das Unternehmen untergehen, so ist aus Madrid zu hören, stehen Verbindlichkeiten über 8,9 Milliarden Euro im Feuer.

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