https://www.faz.net/-gv6-8am52

Erneuerbare Energien : Abengoa vor dem Aus

  • Aktualisiert am

Der Turm ist hoch, die Schulden auch. Bild: Reuters

Der spanische Konzern Abengoa, tätig im Bereich der Erneuerbaren Energien, steht vor dem Konkurs. Aktien- und Anleihekurse fielen am Mittwoch stark.

          1 Min.

          Der spanische Aktienmarkt wurde am Mittwoch von dem Kursabsturz des im Auswahlindex Ibex-35 enthaltenen Konzerns Abengoa erschüttert. Dessen Aktiennotierung brach um 69 Prozent und die Anleihennotizen um bis zu 51 Prozent ein. An der Börse in Stuttgart stürzte der Tax-Kurs der 2020 fälligen Abengoa-Anleihe mit einem Volumen von 450 Millionen Dollar um 60 Prozent auf 12,90 zu 16,99 Prozent der Nominale ab.

          Vorausgegangen war eine Nachricht des Unternehmens, wonach Verhandlungen über einen Einstieg der Industriegruppe Gestamp gescheitert seien. Das Unternehmen will nun baldmöglichst vorläufigen Gläubigerschutz nach spanischem Insolvenzrecht beantragen und mit den Gläubigern Verhandlungen aufnehmen.

          Die in Sevilla ansässige Abengoa ist im Bereich erneuerbare Energien tätig und beschäftigte zuletzt weltweit 24.000 Mitarbeiter. Abengoa hatte kürzlich angekündigt, eine Tochtergesellschaft des Mischkonzern Corporacion Gestamp wolle mit einem Anteil von 28 Prozent größter Aktionär werden und neues Kapital in das Unternehmen einschießen. Diese Beteiligung kommt nunmehr nicht zustande.

          Die Ratingagentur Moody’s hat die Bewertung der Verbindlichkeiten von Abengoa in der vergangenen Woche auf „B3“ herabgestuft. „B3“ verkörpert Ramschniveau. Moody’s konstatierte einen Mangel an Liquidität.

          Die Krise des Versorgers strahlte auch auf die Kurse einiger Bankaktien des Landes aus. Sollte das Unternehmen untergehen, so ist aus Madrid zu hören, stehen Verbindlichkeiten über 8,9 Milliarden Euro im Feuer.

          Weitere Themen

          Überwach mich!

          FAZ Plus Artikel: Autoversicherung : Überwach mich!

          Autofahrer können bei der Versicherung sparen, wenn eine Box ihre Fahrweise beobachtet. Gerade für Fahranfänger sind solche „Telematik-Tarife“ attraktiv. Nur: Lohnt sich das auch?

          Topmeldungen

          Erst im Februar wurden die neuen Straßenschilder aufgehängt.

          Nordmazedonien und die EU : „Der Erweiterungsprozess ist klinisch tot“

          Für mögliche Beitrittsgespräche mit der EU hat Mazedonien sich in Nordmazedonien umbenannt. Nun wird daraus vorerst nichts. Im Interview spricht der ehemalige Außenminister Antonio Milošoski darüber, ob es einen Weg zurück gibt.
          Eine Familie flieht am Samstag auf einem Motorrad aus der Region um die Stadt Ras al Ain.

          Nordsyrien : Kurden räumen Grenzstadt zur Türkei

          Die brüchige Waffenruhe nutzen kurdische Einheiten zum Rückzug aus einer umkämpften Stadt. Außenminister Maas nennt den türkischen Angriff völkerrechtswidrig, und in der Nato schließt unter anderem Deutschland den Bündnisfall aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.