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Zinsen : Bausparen in Gefahr

Mehr Flexibilität und niedrigere Kosten: Die Bausparkassen müssen einiges ändern. Bild: dapd

Die niedrigen Zinsen bringen die Bausparkassen in Existenznot. Doch auch ein Zinsanstieg kann für Probleme sorgen. Ein Kommentar.

          Die 20 deutschen Bausparkassen befinden sich in Existenznot. Auch wenn die Branche mit Gegenmaßnahmen auf die Ertragsbelastungen der sehr niedrigen Zinsen reagiert, das auf festen Zinstarifen beruhende Geschäftsmodell lässt keine stabile Entwicklung erwarten.

          Denn selbst ein Zinsanstieg führt zu Problemen, weil dann verstärkt Kredite vergeben werden müssen, die aus aktuellen Verträgen mit sehr günstigen Konditionen stammen. Diese müssen die Bausparkassen dann über Einlagen finanzieren, die sie mit höheren Zinsen ausstatten müssen.

          Es führt auf Dauer kein Weg daran vorbei, die starren Zinsversprechen zu lockern. Das muss nicht bedeuten, dass die Bausparkassen nur noch variable, also regelmäßig an das Zinsumfeld angepasste Verträge anbieten. Aber Zinsspannen, wie sie von einigen Instituten in neuen Produkten schon angeboten werden, ermöglichen mehr Flexibilität. Der Gesetzgeber hat schon die ersten Weichen gestellt und das Bausparkassengesetz gelockert. Neue Anlagemöglichkeiten und weniger starre Zinsgarantien lindern, aber lösen nicht die Probleme. Die Bausparkassen müssen auch ihre Kosten deutlich senken.

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