https://www.faz.net/-gv6-8ng9b

Zinsen : Bausparen in Gefahr

Mehr Flexibilität und niedrigere Kosten: Die Bausparkassen müssen einiges ändern. Bild: dapd

Die niedrigen Zinsen bringen die Bausparkassen in Existenznot. Doch auch ein Zinsanstieg kann für Probleme sorgen. Ein Kommentar.

          1 Min.

          Die 20 deutschen Bausparkassen befinden sich in Existenznot. Auch wenn die Branche mit Gegenmaßnahmen auf die Ertragsbelastungen der sehr niedrigen Zinsen reagiert, das auf festen Zinstarifen beruhende Geschäftsmodell lässt keine stabile Entwicklung erwarten.

          Denn selbst ein Zinsanstieg führt zu Problemen, weil dann verstärkt Kredite vergeben werden müssen, die aus aktuellen Verträgen mit sehr günstigen Konditionen stammen. Diese müssen die Bausparkassen dann über Einlagen finanzieren, die sie mit höheren Zinsen ausstatten müssen.

          Es führt auf Dauer kein Weg daran vorbei, die starren Zinsversprechen zu lockern. Das muss nicht bedeuten, dass die Bausparkassen nur noch variable, also regelmäßig an das Zinsumfeld angepasste Verträge anbieten. Aber Zinsspannen, wie sie von einigen Instituten in neuen Produkten schon angeboten werden, ermöglichen mehr Flexibilität. Der Gesetzgeber hat schon die ersten Weichen gestellt und das Bausparkassengesetz gelockert. Neue Anlagemöglichkeiten und weniger starre Zinsgarantien lindern, aber lösen nicht die Probleme. Die Bausparkassen müssen auch ihre Kosten deutlich senken.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hier soll Impfstoff abgefüllt werden: im Werk des Impfstoffherstellers IDT Biologika in Dessau-Roßlau

          Wer? Wann? Wo? : Was Sie über die Corona-Impfung wissen müssen

          Bald soll es losgehen mit der Impfung: Kann man sich aussuchen, welchen Impfstoff man bekommt? Wie wirken mRNA-Vakzine? Was ist mit Nebenwirkungen? Und muss man sich aktiv um einen Impftermin kümmern? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.