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Amerikanische Notenbank : Fed signalisiert Zinserhöhung nach der Wahl

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Amerikas oberste Währungshüterin: Fed-Chefin Janet Yellen Bild: dpa

Die Fed will keinen Einfluss auf die Wahl in Amerika ausüben – und hält sich mit einer Veränderung des Leitzinses zurück. Dabei gibt es zahlreiche Argumente für eine Erhöhung.

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          Kurz vor der Wahl in Amerika scheut die Notenbank Fed vor einer Zinserhöhung zurück, signalisiert zugleich aber einen baldigen Schritt nach oben. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt „vorerst“ in der Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent, wie die Währungshüter am Mittwoch mitteilten. Die Argumente für eine Anhebung hätten sich weiter verstärkt.

          Die Fed will zuvor aber noch „einige“ weitere Hinweise sehen, dass es auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und stabilen Preisen vorangeht. Damit senkte sie die Latte für eine geldpolitische Straffung etwas, da sie im September nur von „weiteren Hinweisen“ gesprochen hatte. Viele Experten rechnen damit, dass sie die Zügel nun nächsten Monat anziehen wird – wenn die am Dienstag anstehende Präsidentschaftswahl gelaufen ist.

          „Das deutet weiter auf eine Erhöhung im Dezember hin, ohne dass sich die Währungshüter darauf festgelegt hätten“, sagte Fed-Beobachter John Canally vom Finanzhaus LPL Financial. Während die Fed am Arbeitsmarkt ihr Ziel praktisch erreicht hat, blieb der Preisauftrieb zuletzt unter der von der Fed angestrebten Marke von zwei Prozent. Sie strich nun jedoch eine Formulierung, wonach die Inflation kurzfristig niedrig bleiben werde. Zudem verwies sie auf Fortschritte auf dem Weg zu stabilen Preisen.

          Kurse an der Wallstreet geben nach

          Die Wirtschaft lief zuletzt auf Hochtouren und gibt der Notenbank Argumente für eine Erhöhung an die Hand. Dennoch entschied sie nun mit acht zu zwei Stimmen, die Zinszügel noch nicht zu anzuziehen. Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen sind unabhängig. Kritiker hätten ihnen eine Straffung so kurz vor der Wahl jedoch als Einflussnahme auslegen können. Die in Umfragen knapp führende demokratische Kandidatin Hillary Clinton hat bei vielen Investoren den Ruf, Garantin wirtschaftspolitischer Kontinuität zu sein. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump gilt hingegen als Börsenschreck.

          Die Wall Street reagierte mit nachgebenden Kursen auf den Entscheid. Die Fed hatte Ende 2015 nach Jahren der extrem lockeren Geldpolitik die Zinswende eingeleitet. Danach zögerte sie die in Aussicht gestellte weitere Straffung jedoch wegen eines Börsenbebens in China und anderer Störfaktoren wie dem Anti-EU-Referendum in Großbritannien immer weiter hinaus.

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