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Finanzskandale : Was Anleger-Klagen gegen Wirtschaftsprüfer kompliziert macht

  • -Aktualisiert am

Strafprozess im Fall der Finanzgruppe Infinus in Dresden 2015 Bild: dpa

Selbst wenn es geprellten Anlegern gelingt, Wirtschaftsprüfern eine Schuld nachzuweisen, fehlt oft das Geld, um alle Forderungen zu begleichen. Das zeigt sich jetzt im Fall der insolventen Infinus-Gruppe, deren Schneeballsystem 2014 zusammenbrach.

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          Angesichts großer Betrugsskandale etwa um den Zahlungsdienstleister Wirecard oder den Schiffscontainer-Vermieter P&R gerät immer wieder die Haftung der Wirtschaftsprüfer gegenüber den Anlegern in den Blick. Ein aktuelles Gerichtsurteil in dem schon älteren Fall der seit 2014 insolventen Dresdner Finanzgruppe Infinus zeigt, wie schwer es für geprellte Anleger ist, Haftungsansprüche gegen involvierte Wirtschaftsprüfer durchzusetzen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Oberlandesgericht Dresden hat in einem Urteil vom 5. August die Haftung des Wirtschaftsprüfers der Infinus-Gruppe bestätigt, wie die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Mattil & Kollegen am Montag mitteilte. Demnach habe der Abschlussprüfer leichtfertig seine Pflichten verletzt, was mit Blick auf die zeichnenden Anleger als gewissenlos und sittenwidrig zu beurteilen sei.

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