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Tricks für die Börse : Anlegen in Barren, Münzen oder Xetra-Gold?

Nummerierte Goldbarren Bild: AFP

Goldfachmann Robert Hartmann von der Kette Pro Aurum berichtet über unterschiedliche Typen von Goldanlegern, die gekippte Papiergoldsteuer und die herabgesetzte Obergrenze für anonyme Goldkäufe gegen Bargeld.

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          Kritik nicht nur aus der Finanzbranche hat offenbar gewirkt: Die Bundesregierung ist vom Plan des Bundesfinanzministeriums abgerückt, auf Gold und anderen Edelmetallen basierende Wertpapiere der Abgeltungsteuer zu unterwerfen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Regierungsentwurf für das Jahressteuergesetz 2020 hervor. Dieser enthält, anders als der ursprüngliche Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, keinen Hinweis mehr auf die Besteuerung von Wertpapieren, die Anlegern die Lieferung von Edelmetallen wie Gold verbriefen. Demnach bleibt es dabei, dass börsengehandelte Goldpapiere wie Xetra-Gold oder Euwax Gold II nach Ablauf der Spekulations- und Haltefrist von 12 Monaten steuerfrei verkauft werden können.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der nun zu den Akten gelegte Besteuerungsplan des Bundesfinanzministeriums für Goldpapiere war durch einen Bericht der F.A.Z. bekanntgeworden. Unter anderem aus der Finanzbranche wurde anschließend Kritik an der geplanten Gesetzesänderung laut – etwa seitens der Deutschen Börse als Mit-Emittentin der Schuldverschreibung Xetra-Gold oder seitens der Börse Stuttgart, die ein ähnliches Wertpapier namens Euwax Gold II emittiert. Auch der Dachverband der deutschen Kreditwirtschaft (DK), die Bundessteuerberaterkammer und der Verband der Auslandsbanken hatte gegen die Besteuerung des sogenannten Papiergoldes Bedenken angemeldet.

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