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Anlagestrategie : Geld verdienen mit dem S&P-Star-Ranking

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Bild: Standard & Poor's

Wie man in 15 Jahren aus 100 Dollar stolze 1.252 Dollar macht, hat S&P vorgemacht. Wie das System funktioniert, erklärt FAZ.NET.

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          Analysten bezogen in jüngster Vergangenheit viele Prügel. Hauptanklagepunkt sind mangelhafte Ergebnisse bei ihren Anlageempfehlungen.

          Dass es auch anders geht, beweist der FAZ.NET-Kooperationspartner Standard & Poor's (S&P) seit Jahren. Die Performance der Aktieneinschätzungen, die von den Analysten des US-Finanzdienstleisters stammen, kann sich sehen lassen. Und zwar in beide Richtungen, also sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite.

          Aus 100 Dollar wurden 1.245 Dollar

          Beim Blick zurück auf die Empfehlungen seit 1987 zeigt sich folgendes: Zum Stichtag Ende Februar 2002 brachten die US-Aktien, denen S&P die Höchstnote von fünf Sternen gegeben hat, ein jährliches Kursplus von 18,19 Prozent. Die Titel mit der schlechtesten Note, nämlich einem Stern, erzielten dagegen ein Minus von 0,82 Prozent per annum. Wie richtig S&P auf beiden Seiten lag, zeigt die Wertentwicklung des S&P 500-Index. Dieser Vergleichsmaßstab hat in den vergangenen 15 Jahren durchschnittlich um 10,74 Prozent zugelegt. Sowohl die S&P-Kauf- als auch die S&P-Verkaufsempfehlungen haben somit ihren Zweck mehr als erfüllt.

          Das Können der S&P-Analysten lässt sich auch an der Bilanz der einzelnen S&P-Star-Empfehlungen erkennen. Daraus lässt sich ablesen, was bis zum Stichtag 28. Februar 2002 aus 100 Dollar wurde, die ein Anleger seit 31. Dezember 1986 in die verschiedenen Empfehlungskategorien gesteckt hat. Angelegt in Aktien mit nur einem Stern wären heute nur noch 88 Dollar übrig. Investiert in die fünf Sterne-Kategorie wären aus 100 Dollar inzwischen dagegen stolze 1.280 Dollar geworden. Gemessen an den 474 Dollar, die sich mit dem S&P 500-Index erzielen ließen, wahrlich nicht schlecht.

          Auf Jahresbasis schnitten die fünf Sterne-Empfehlungen bisher elf Mal besser, einmal genauso und drei Mal schlechter ab als der S&P 500. Von Zufall kann also nicht die Rede sein und es lohnt sich folglich, näheres über das so genannte Stars-Ranking zu erfahren.

          Notenskala reicht von einem bis fünf Sternen

          Hinter dem Begriff Stars verbergen sich die Wörter "STock Appreciation Ranking System". Es geht dabei für die Analysten darum zu beurteilen, wie eine bestimmte Aktie aus ihrer Sicht in den nächsten sechs bis zwölf Monaten verglichen mit der Entwicklung des S&P 500-Index abschneiden wird. Die zu vergebenden Noten reichen von einem bis zu fünf Sternen. Eine Aktie, die sich fünf Sterne verdient hat, sollte demnach deutlich besser als der Vergleichsmaßstab abschneiden und zu den besten Titeln am Aktienmarkt überhaupt zählen. Werte mit nur einem Stern sollen sich den Annahmen zufolge dagegen deutlich schlechter entwickeln und zu den schwächsten Werten zählen. Einer Aktie mit drei Sternen wird demzufolge eine Performance wie dem S&P 500-Index zugetraut, und Titeln mit zwei oder vier Sternen eine etwas schlechtere oder eine etwas bessere Kursentwicklung. Angewandt wird dieses Rankingmodell von S&P seit Anfang 1987.

          FAZ.NET verfolgt die S&P-Aktie der Woche

          Den überzeugenden Erfolgsausweis in der Vergangenheit hat FAZ.NET Investor zum Anlass genommen, um jeden Dienstag über die US-Aktie der Woche von S&P zu berichten, denn die stammen immer aus dem Topf der fünf Sterne-Aktien. Zurzeit haben die S&P-Analysten 75 US-Aktien mit fünf Sternen geadelt. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Boeing oder PepsiCo.

          Bei aller Anerkennung für das bisher Geleistete darf aber auch beim ausgeklügelten Anlagesystem von S&P nicht vergessen werden, dass in der Vergangenheit erfolgreiche Tipps am Aktienmarkt nicht auch zwangsläufig in der Zukunft weiterhin aufgehen werden. Aktuell scheint das S&P-Star-Ranking von diesem Schicksal aber noch nicht bedroht zu sein. Auch im Jahr 2001 haben sich die fünf Sterne-Empfehlungen besser geschlagen als der S&P 500.

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