https://www.faz.net/-gv6-2ej4

Anlagestrategie 2001 : CSFB sieht Euro Richtung Parität laufen

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          In einem recht ruhigen Fahrwasser sieht Joe Prendergast im Jahr 2001 den Euro. Größere Kursverwerfungen wie in diesem Jahr sehen seine Planungen nicht voraus. Der Leiter der Abteilung Währungsresearch bei der Credit Suisse First Boston (CSFB) traut der europäischen Einheitswährung gegenüber dem Dollar vielmehr einen Anstieg auf ein Niveau zwischen 0,95 und einen Dollar zu. Voraussetzung für ein Eintreffen dieser Prognose sei ein Soft-Landing in den USA.

          Zugunsten des Euro spricht für Prendergast die Annahme, dass sich die Euro-Konjunktur 2001 besser schlagen wird als die US-Wirtschaft. Anders als in den vergangenen Jahren gebe es dort bei den Wachstrumsprognosen erstmals wieder Korrekturbedarf nach unten. Die Konjunktur in Euroland werde sich dagegen einigermaßen wacker schlagen können. Auch dürften die zuletzt sehr hohen Direktinvestitionen in den USA zurückgehen. Zumindest hätten die ihre Spitze immer am Ende eines Konjunkturzyklus gesehen. Etwas Wind aus den Segeln dürfte dem Dollar auch das CSFB-Szenario nehmen, wonach die US-Notenbank ihren restriktiven Kurs aufgibt. Zusammengefasst münden diese Annahmen in folgender Schlussfolgerung: „Eine Dollarkrise ist zwar kaum zu erwarten, eine kleinere Abschwächung ist aber wahrscheinlich.“

          Renditen dürften weiter fallen

          Für den Rentenmarkt sagt die CSFB fallende Renditen voraus. Zwar sei ein Teil der schwächeren Wachstumsaussichten bereits in den Kursen drin, aber dennoch sei noch etwas Potenzial nach unten vorhanden. Sean Shepley veranschlagt das Renditeziel für die zwei- bis fünfjährigen Staatsanleihen auf 4,55 Prozent, für die Zehnjährigen auf 4,85 Prozent und für die Dreißigjährigen auf 5,40 Prozent. Bei der Renditestrukturkurve stellt sich der Leiter der Abteilung europäische Rentenstrategie auf eine Abflachung ein. Die zuletzt niedrige Volatilität soll dagegen zunehmen, da dies typischerweise immer dann der Fall sei, wenn es zu deutlichen Veränderungen beim Konjunkturwachstum komme.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.