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Anlagestrategie 2001 : CSFB optimistisch für Europa

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          1 Min.

          Relativ optimistisch fällt der konjunkturelle Jahresausblick von Christel Aranda Hassel aus. Die Chefvolkswirtin von Credit Suisse First Boston (CSFB) traut der Eurozone im Jahr 2001 ein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,2 Prozent zu. Damit liegt sie etwas über den Durchschnittsprognosen anderer Institute. Doch damit nicht genug. Gleich für die nächsten Jahre sieht sie Europa auf einem stabilen Wachstumspfad. „Die New Economy zusammen mit anderen Strukturveränderungen werden für jährliche Zuwächse beim BIP von rund drei Prozent sorgen,“ so ihre Vorhersage.

          Zur Begründung ihrer positiven Grundhaltung führt Hassel gleich mehrere Gründe an. So soll sich der schwache Euro mit etwas Zeitverzögerung im ersten Halbjahr 2001 konjunkturstimulierend bemerkbar machen. Sehr günstig würden sich außerdem die europaweit zu beobachtenden Strukturreformen niederschlagen. Dazu zählten etwa die Steuersenkungen. Bis 2010 sieht CSFB den Steuersatz gemessen am BIP von derzeit rund 44 Prozent bis auf 36 Prozent fallen. Als Konjunkturlokomotive sollen sich zudem die hohen Investitionen in die Informationstechnologie erweisen. Hier sei bis 2003 mit Ausgaben von 230 Milliarden Euro zu rechnen. Umgerechnet steige alleine dadurch das BIP um 0,2 Prozentpunkte.

          Kein Problem sieht Hassel im hohen Ölpreis, da dieser den Prognosen zufolge wieder den Weg nach unten einschlagen soll. Im Schnitt kalkuliert CSFB hier für 2001 mit einem Preis je Barrel Rohöl von 25 Dollar. In Sachen Geldpolitik sieht die Volkswirtin keinen Handlungsbedarf. Schließlich soll der Ölpreis wie erwähnt wieder zurückkommen und auch der Euro habe das Potenzial, sich Richtung Parität zu entwickeln, so dass der importierte Inflationsdruck nachlassen sollte. Richtig unzufrieden ist Hassel eigentlich nur mit dem Arbeitsmarkt. Nach wie vor sei der von Unflexibiltät gekennzeichnet und erweise sich daher als Bremsklotz.

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