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Dow-Jones-Index : Amerikas Börsen steigen auf neues Allzeithoch

  • Aktualisiert am

Händler an der New York Stock Exchange Bild: AP

Schlechte Nachrichten am Arbeitsmarkt sind gute Nachrichten für Aktionäre: Sie sehen bessere Chancen auf ein neues Konjunkturpaket – und sorgen für neue Rekorde an der Wall Street.

          2 Min.

          Die amerikanischen Börsen sind zum Wochenschluss auf frische Höchststände gestiegen. Ein schwächelnder Stellenaufbau in der weltgrößten Volkswirtschaft nährte die Spekulationen darauf, dass die Wirtschaft in der Pandemie-Zeit mit weiteren Milliardenhilfen gestützt werden dürfte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 30.218 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,9 Prozent auf 3699 Zähler zu und der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,7 Prozent auf 12.464 Punkte und verzeichneten ebenfalls Allzeithochs. Auch in Europa schlossen wichtige Börsen im Plus.

          Am amerikanischen Arbeitsmarkt schufen die Firmen außerhalb der Landwirtschaft im November nur noch 245.000 Jobs. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit 469.000 gerechnet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel im November indes auf 6,7 Prozent von 6,9 Prozent im Oktober.

          Hoffen auf Konjunkturhilfen

          Analysten halten es für möglich, dass sich Demokraten und Republikaner im Kongress doch noch auf ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von gut 900 Milliarden Dollar einigen könnten. „Die schlechte Nachricht von der sich abschwächenden Beschäftigungslage ist potentiell eine gute Nachricht für Investoren, denn sie bedeutet, dass das Konjunkturpaket viel wahrscheinlicher in einem ziemlich kurzen Zeitrahmen stattfinden wird“, sagte Ryan Detrick, leitender Marktstratege beim Vermögensverwalter LPL Financial.

          Dem Dollar versetzten die Jobdaten vorübergehend einen Schlag. Nach dem Abtauchen in Richtung Zweieinhalb-Jahres-Tief konnte sich die Devise aber wieder fangen. Euro-Anleger gingen Händlern zufolge nach der Kursrally der vergangenen Wochen auf Nummer sicher und nahmen Gewinne mit. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2130 Dollar. Am Mittag hatte sie 1,2177 Dollar erreicht, den höchsten Stand seit fast drei Jahren. „Offenbar bekommen einige Investoren vor der EZB-Sitzung in der kommenden Woche kalte Füße“, sagt Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Sie befürchteten, dass die Währungshüter deutlich Stellung zu der raschen Euro-Aufwertung beziehen werden.

          Am Rohstoffmarkt sorgte die Entscheidung der Opec-Staaten und ihrer Verbündeten für Erleichterung, die Ölförderung ab Januar nur sehr behutsam hochzufahren. Der Preis für ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent stieg in der Spitze um 2,5 Prozent. Anschließend schmolz das Plus bei einem Kurs von 49,20 Dollar je Fass auf rund ein Prozent ab. Die großen Erdöl-Exporteure einigten sich auf eine Lockerung ihrer Förderbremse und kündigten an, ihre Förderpolitik in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Bei den Investoren waren angesichts steigender Ölpreise auch die Papiere von großen Ölkonzernen gefragt. Aktien von Chevron verteuerten sich um 3,9 Prozent, Titel von Occidental Petroleum sogar um 13 Prozent.

          Am Aktienmarkt waren zudem Finanzwerte gefragt, nachdem der Sektor sich seit Jahresbeginn schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt hatte.

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