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Kein zu straffer Zinskurs : Amerikanischer Notenbankchef lässt Märkte aufatmen

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Der amerikanische Notenbank-Chef Jerome Powell im Dezember in Washington Bild: AFP

Der oberste Währungshüter der Vereinigten Staaten hat den Märkten die Sorge vor einem zu straffen Zinskurs genommen. Und auch zu Trump findet Jerome Powell klare Worte.

          Der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell hat Flexibilität bei der Zinspolitik signalisiert und damit an den Finanzmärkten Sorgen vor einem zu straffen Kurs gedämpft. Die Zentralbank sei geldpolitisch nicht auf einen Weg festgelegt, sagte der oberste amerikanische Währungshüter am Freitag in Atlanta und fügte hinzu: „Wir werden geduldig sein und sehen, wie sich die Wirtschaft entwickelt.“

          Die Notenbank sei stets darauf vorbereitet, ihre geldpolitische Haltung bei Bedarf auch „erheblich“ anzupassen. Die amerikanische Industrie hatte jüngst deutlich an Schwung verloren und damit unter Investoren zu Jahresbeginn Sorgen um die Konjunktur geschürt. Powell betonte, die Konjunkturdaten deuteten dennoch daraufhin, dass die Wirtschaft mit Schwung in das neue Jahr gehe.

          Angesichts der massiven Kritik von Präsident Donald Trump am Zins-Kurs der Fed stellte Powell zudem klar, dass die Notenbank ihre Entscheidungen unabhängig von der Politik treffe. Falls er vom Präsidenten zum Rücktritt aufgefordert würde, würde er diesem nicht Folge leisten, betonte Powell. Er habe derzeit kein Treffen mit Trump auf seiner Agenda und unterhalte auch keine direkte Kommunikationslinie zum Weißen Haus.

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          Angesichts des Booms in den Vereinigten Staaten haben die Währungshüter den Leitzins sehr zum Leidwesen des auf hohe Wachstumsraten fixierten Präsidenten zuletzt im Dezember auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent erhöht. Es war die vierte Anhebung im Jahr 2018. Zudem hatte sie für 2019 zwei weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Viele Händler setzen jedoch darauf, dass die Notenbank 2019 keine Straffung mehr folgen lässt, um den Aufschwung nicht zu gefährden.

          Die amerikanischen Börsen reagierten mit steigenden Kursen auf die Signale Powells, bei Zinserhöhungen nichts zu überstürzen.

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