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Amerikanische Notenbank : Trump will zwei Konservative ins Fed-Direktorium schicken

  • Aktualisiert am

Offenbar für einen der drei offenen Posten der Fed nominiert: Randal Quarles, hier bei einer Podiumsdiskussion im Jahr 2006. Bild: Reuters

Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten könnte eine straffere geldpolitische Linie zur Folge haben. Fed-Chefin Janet Yellen dürfte nicht begeistert sein.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für zwei konservative Kandidaten für das Direktorium der amerikanischen Notenbank Fed entschieden. Wie die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf Insider berichtete, wird Trump den Universitäts-Professor Marvin Goodfriend und den früheren Mitarbeiter im amerikanischen Finanzministerium, Randal Quarles, für zwei der drei offenen Posten nominieren. Beide sind als Verfechter einer strafferen geldpolitischen Linie bekannt. Goodfriend und Quarles waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Sprecher des amerikanischen Präsidialamtes sagte, man sei noch nicht soweit, eine Entscheidung zu verkünden.

          Sollten die beiden bestätigt werden, werde der Ton der Fed-Führung umgehend härter, sagte Volkswirt Stephen Stanley, der mit Goodfriend bei dem Fed-Ableger in Richmond zusammen gearbeitet hat. Experten rechnen allgemein damit, dass die Fed noch in diesem Monat ihre Zinsen anheben wird.

          Goodfriend dürfte mit seiner Forderung, die Geldpolitik an eine Regel zu binden, innerhalb der Fed anecken. Notenbank-Chefin Janet Yellen hat sich mehrfach strikt gegen eine Bindung der Zentralbank an eine Formel ausgesprochen. Trump rückte jüngst von seiner massiven Kritik an Yellen ab und kann sich mittlerweile auch eine zweite Amtszeit der Top-Währungshüterin vorstellen. 

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