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Allianz : Deutschlands größter Versicherer setzt auf Aktien

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Auch im Fußball ist die Allianz engagiert. Bild: dpa

Die Allianz verwaltet 500 Milliarden Euro Kapitalanlagen. Wegen der niedrigen Zinsen will sie mehr als bisher davon in Aktien stecken. Und wirbt für Verbriefungen.

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          Der Münchner Versicherer Allianz will angesichts niedriger Zinsen verstärkt Aktien kaufen. „Weil die Kurse steigen, funktioniert der Ausbau schon automatisch. Aber das reicht uns nicht“, sagte Konzernchef Michael Diekmann dem „Tagesspiegel“. „Wir haben derzeit Kapitalanlagen von mehr als 500 Milliarden Euro. Wenn wir von einem Ausbau sprechen, dann geht es um ein Prozent, also fünf Milliarden Euro.“

          Wenn man die Geschäfte absichert, seien es vielleicht zehn Milliarden Euro, ergänzte Diekmann. „Viel mehr können wir uns mit Blick auf die neue Regulierung auch nicht erlauben.“

          Zudem soll mehr Geld in Infrastrukturprojekte wie Windparks, Straßen oder Flughäfen gesteckt werden. „Für diese Projekte halten wir eine neue Anlageklasse für sinnvoll“, sagte Diekmann.

          Dazu müsste man auch über Verbriefungen, also das Verpacken von Kreditforderungen in Wertpapiere, nachdenken. Diese könnten etwa die Europäische Investitionsbank oder andere Kapitalsammelstellen machen.

          Diekmann zeigte sich zuversichtlich, dass die Allianz trotz der niedrigen Kapitalmarktzinsen ihren Versicherten auch im nächsten Jahr eine Gesamtverzinsung in ähnlicher Höhe wie den 4,5 Prozent zukommen lassen kann, die sie derzeit zahlt. Sollte sich nicht etwas Grundlegendes ändern, werde sich die Gesamtverzinsung „in ähnlichem Rahmen bewegen“, sagte der Manager.

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