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Alfred Herrhausen : Der Vordenker des Investmentbanking

Alfred Herrhausen (hier ein Bild von 1979) gehörte dem Vorstand der Deutschen Bank seit Anfang der 70er Jahre an. 1985 wurde er Vorstandssprecher. Bild: J.H. Darchinger/Deutsche Bank

Alfred Herrhausen, Opfer der RAF, hat die Deutsche Bank geprägt wie kein Zweiter. Ein neues Buch zeigt eindrucksvoll auf, welche Folgen seine Weichenstellungen heute noch haben.

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          Die Präsentation, zu der die Deutsche Bank am 27. Mai 1982 ins edle New Yorker Plaza Hotel lud, hatte einen eingängigen Namen: „Meet the Bank.“ Diese Gelegenheit wollten sich nur die wenigsten entgehen lassen. Analysten, Journalisten und Abgesandte einiger Firmen waren gekommen, um sich anzuhören, was Deutschlands bekannteste Bank in den Vereinigten Staaten vorhatte. Schließlich war die Deutsche Bank erst seit wenigen Jahren mit einer eigenen Filiale in Amerika präsent, nun stellte sie sich erstmals im großen Stil der Öffentlichkeit vor. In Erinnerung geblieben ist den Beobachtern aber nicht der Auftritt des damaligen Deutsche-Bank-Vorstandssprechers Wilfried Guth. Sondern der perfekte Vortrag eines Vorstandskollegen: Die Rede ist von Alfred Herrhausen.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Schwungvoll trug er die Geschäftsergebnisse der New Yorker Filiale vor, kannte alle Zahlen und formulierte dabei in formvollendetem Englisch. Jeden Satz seiner Präsentation hatte Herrhausen von Muttersprachlern auf Richtigkeit prüfen lassen, nicht ein Fehler sollte ihm unterlaufen. Das gelang. Die Fachleute waren beeindruckt, und die amerikanische Presse war voll des Lobes.

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