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Übernahme-Offerte verbessert : Aktivisten lehnen auch höheres Gebot für Aareal-Bank ab

Harte Tür: Einige Eigner der Aareal-Bank stellen sich gegen das Übernahmeangebot von Finanzinvestoren. Bild: dpa

Der Poker der Finanzinvestoren um die Wiesbadener Immobilienbank geht in die nächste Runde. Scheitert die Milliarden-Übernahme doch noch auf den letzten Metern?

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          Die Finanzinvestoren, die den Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal-Bank übernehmen wollen, haben nun doch noch einmal nachgelegt. Den Aktionären bieten sie nun 31 Euro je Aktie statt der bisher gebotenen 29 Euro. Das sei eine Verbesserung um 7 Prozent, hieß es in einer Mitteilung der Bietergesellschaft Atlantic Bidco. am Mittwoch, zu der sich die Finanzinvestoren Advent und Centerbidge zusammengetan haben. Gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs in den drei Monaten vor der Abgabe des Gebots stelle der Preis nun einen Aufschlag von 44 Prozent dar. Insgesamt bewerten sie den im M-Dax gelisteten Immobilienfinanzierer nun mit 1,86 Milliarden Euro.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass Advent und Centerbridge, die die Aareal-Bank zusammen mit CPPIB übernehmen wollen, ihr Angebot noch einmal verbessern müssten, zeichnete sich ab, als bis zum Ablauf der ursprünglichen Frist am 19. Januar die Aktionäre nicht einmal 20 Prozent der Anteile angedient hatten. Zunächst hatten die Bieter damit reagiert, dass sie ihre Annahmeschwelle von 70 auf 60 Prozent herabsetzten und auf diese Weise auch die Angebotsfrist bis zum 2. Februar verlängerten. Die nun angekündigte Erhöhung ist der nächste Versuch, das schon fast gescheiterte Vorhaben zu retten. „Dieser noch attraktivere Angebotspreis ist endgültig, und es wird keine weitere Erhöhung geben“, betonten sie.

          „Lausiges Geschäft für die Aktionäre“

          Vor allem die beiden aktivistischen Aktionäre Petrus Advisers und Teleios haben lautstark bekundet, die gemeinsam zum Teil über Optionen rund 20 Prozent der Anteile halten sollen, dass sie ein deutlich höheres Angebot erwarten. Der Ton zwischen den Finanzinvestoren ist äußerst scharf. So wies Adam Epstein, Mitbegründer von Teleios Capital, auch die verbesserte Offerte am Mittwoch umgehen zurück: „Wir glauben, dass diese symbolische Erhöhung immer noch ein süßes Geschäft für Advent und Centerbridge darstellt, und ein lausiges für die Aktionäre, die auf eine faire Bewertung warten sollten”, sagte Epstein gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir hoffen, dass andere unserem Beispiel folgen und sie ignorieren”, ergänzte Epstein.

          AAREAL BANK

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          Till Hufnagel, Partner von Petrus Advisers, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Aareal Bank sei auch mit dem neuen Angebot „deutlich unterbewertet“. Kurz nach Ablauf der ursprünglichen Angebotsfrist in der vorigen Woche hatte der Finanzinvestor schon ein Schreiben veröffentlicht mit der Überschrift: „Scheitern heißt Advent/Centerbridge“. Die geringe Annahmequote wertet Petrus einerseits als Beleg dafür, dass die Aktionäre der aareal-Bank offenbar mehr Wert beimessen als die Advent und Centerbridge zahlen wollen. Anderseits sei sie ein „klares Zeichen für das fehlende Vertrauen der Aktionäre in die Führung bei Aareal“, die sich wiederholt für das Übernahmeangebot ausgesprochen hatte. Differenzen zwischen Aareal-Eignern und den Übernahme-Aspiranten bestehen unter anderem darüber, was mit der IT-Tochtergesellschaft Aareon geschehen soll.

          In dem Schreiben der Bietergesellschaft heißt es, dass die Investoren schon 31 Euro für Aktien gezahlt hätten. und sie das Angebot deshalb nun für alle Aktionäre erhöhten. Details dazu, wem sie Aktien für 31 Euro abgekauft haben, machten die Finanzinvestoren aber nicht.

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