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Aktienmarkt : Die Talfahrt des Dax hält an

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Bild: FAZ.NET

Nach einem weiteren Absturz auf ein neues Sechs-Jahres-Tief hat sich der Dax ein wenig berappelt.

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          Der Absturz des Dax setzt sich auch in der neuen Woche fort. Das Tagestief lag gegen 9.50 Uhr bei 2.621,86 Punkten. So tief lag der Index zuletzt im September 1996. Bis 20.00 Uhr hat sich der Index auf 2.667,39 Zähler berappelt. Das ist immer noch ein Minus von 1,74 Prozent.

          Auch aus den USA kommt keine Unterstützung. Denn dort neigen die Börsen nicht zur Stärke sondern geben sich orientierungslos. Um 20:25 Uhr liegt der Dow Jones mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 7.510 Zählern. Der S&P 500 hat mit einem Verlust von 0,71 Prozent auf 794,55 Zähler die wichtige Marke von 800 Punkten unterschritten.

          Nach der Eröffnung war es mit dem Dax zunächst steil bergab gegangen. Alle Werte mit Ausnahme von Henkel und ThyssenKrupp lagen im Minus. Ganz am Ende des Dax fand sich einmal mehr die Aktie des Finanzdienstleisters MLP wieder. Noch immer drückt das Gerücht um Bilanzunregelmäßigkeiten den Kurs. Dazu kommen weitere Untersuchungen der Finanzaufsicht wegen möglicher Kursmanipulationen. Das Papierist mit einem Minus von genau elf Prozent mit 6,15 Euro aus dem Markt gegangen.

          Banken unter Druck

          Aber auch die Banken traf es am Montag hart. Die Commerzbank, die durch Gerüchte vom Wochenende über Verluste im Derivategeschäft belastet wurde, verlor 5,94 Prozent auf gerade noch 5,70 Euro. Die HypoVereinsbank schloss mit 12,09 Euro 5,69 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Die Deutsche Bank gab dagegen „nur“ 4,24 Prozent auf 39,98 Euro ab. MAN, Epcos und thyssenkrupp fanden sich ebenfalls am unteren Ende des Dax.

          Die Aktien des Lebensversicherers Allianz hielt sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen noch relativ gut. Händler führten dies auf die Aussage der Allianz Leben zurück, wonach der Lebensversicherer keine Aktien verkaufen wolle. Die Titel des Konzerns lagen um 20:00 Uhr mit einem leicht Plus von 0,38 Prozent bei 79,60 Euro. Der Vorstandsvorsitzende der Allianz Leben, Gerhard Rupprecht, hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, der Lebensversicherer sehe trotz der Börsenkrise derzeit keinen Anlass, Aktien zu verkaufen.

          Charttechnisch wenig Hoffnung

          Selten ist der Dax so steil abgestürzt wie in den vergangenen sieben Monaten, in denen sich sein Kurs mehr als halbiert hat. Charttechnisch gesehen steht der Dax damit fast in „Niemandsland“. Erst wieder im Bereich 2.500 Punkten, also rund sechs Prozent unter dem aktuellen Niveau, ist eine Unterstützungszone auszumachen, die aus dem Jahr 1996 herrührt. Nach den scharfen jüngsten Verlusten ist aber auch bald eine zumindest kurze technische Reaktion fällig.

          Von der in dieser Woche in Amerika anlaufenden Berichtssaison zum dritten Quartal sollte man sich nicht allzu viel erhoffen - besonders könnten trübe Ausblicke der Unternehmen aufs Gemüt drücken.

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