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Prognose gekappt : Aktienkurs von Akasol bricht ein

  • Aktualisiert am

Akku-Produktion in einer Akasol-Fabrik Bild: Alexander Heimann

Der Batteriehersteller wird seinen Umsatz deutlich weniger stark steigern als prognostiziert. Anleger reagieren angesichts der Abhängigkeit des Unternehmens von Großkunden verschreckt.

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          Wegen verzögerten Aufträgen und geringeren Verkäufen durch Großkunden hat der Darmstädter Batteriehersteller Akasol seine Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Statt der bislang erwarteten 60 Millionen Euro geht das börsennotierte Unternehmen nach Angaben vom Freitag nun nur noch von maximal 43 Millionen Euro Umsatz aus.

          Im operativen Geschäft sieht das Unternehmen einen Verlust im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Grund seien Verzögerungen durch einen Serienkunden von Batteriesystemen für Elektrobusse und gesunkene Verkaufszahlen an einem anderen Großkunden.

          Der Aktienkurs des Unternehmens brach daher am Freitag zunächst um rund 8 Prozent ein und notierte am frühen Nachmittag mehr als 6 Prozent im Minus.

          Die Akasol AG stellt Batteriesysteme für Busse, Bahnen, Lkws, Industriefahrzeuge und Schiffe her. Lithium-Ionen-Batteriesysteme versorgen aktuell bereits E-Busse in Braunschweig, Berlin, Mannheim, Köln sowie London, Stockholm und den Niederlanden. Zu den Kunden gehören Konzerne wie Daimler und Volvo. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von gut 21 Millionen Euro gemacht.

          Das Unternehmen ist im Jahr 2018 an die Börse gegangen. Der Aktienkurs hat seither deutlich verloren und bisher die Hoffnungen von Anlegern zerstört, die mit dem Kauf der Aktie vom Boom der Elektromobilität profitieren wollten. Akasol liefert an namhafte Hersteller aus der Autoindustrie und hängt daher stark von den Bestellungen und dem Bedarf weniger Großkunden ab. Dieses Risiko hat sich nun als schlagend erwiesen.

          AKASOL AG INH. O.N.

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          Bemerkenswert dabei ist, wie das Unternehmen die aktuell schlechten Nachrichten für die Öffentlichkeit verpackt. So ist in einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag von einer Umsatzverdoppelung für das laufende Geschäftsjahr die Rede. Dass die nun deutlich nach unten korrigierte Prognose mit 60 Millionen Euro ursprünglich deutlich höher war, erschließt sich daher erst auf den zweiten Blick.

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