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Aktienkurs steigt : TeamViewer kooperiert mit SAP

Markenzeichen von TeamViewer am Hauptsitz in Göppingen Bild: dpa

Der Software-Anbieter TeamViewer schließt eine strategische Partnerschaft mit dem SAP-Konzern. Die Nachricht macht sich auch an der Börse bemerkbar.

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          Der Software-Anbieter TeamViewer schließt eine strategische Partnerschaft mit SAP. Gemeinsam treibe man die digitale Transformation in der Industrie voran, heißt es in der Überschrift der am Montag als Pflichtmitteilung versandten Information. Den Aktionären gefiel das. Nachdem der TeamViewer-Kurs noch im Minus in den Tag gestartet war, stieg er im Tagesverlauf immer höher. Zum Handelsschluss kostete die Aktie 32,39 Euro und damit fast 6 Prozent mehr.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Die Kooperation mit SAP startet auf einem Feld, das auch für TeamViewer noch recht neu ist. Es geht dabei nicht um die bekannte Fernwartung am Computer, sondern um digitale Pflege und Wartung von Anlagen im industriellen Umfeld. Einer der ersten Anwendungsfälle soll sich auf „TeamViewer-Front- line“ beziehen, ein System, das mithilfe von Datenbrillen und Augmented Reality (AR) die Unterstützung von Mitarbeitern etwa im Maschinenbau oder in der Komponentenfertigung durch Experten aus der Ferne ermöglicht. Frontline wird schon von Konzernen wie DHL, BMW oder der Coca-Cola Hellenic Bottling Company eingesetzt, für die jeweils eine individuelle Einbindung in die lokalen Prozesse geschaffen wurde.

          TEAMVIEWER AG INH O.N.

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          Weil die Gegebenheiten überall anders seien, gebe es die entsprechend notwendigen Schnittstellen, versichert TeamViewer. Auf diese Weise steht die breite Kundenbasis von SAP als potentielle Klientel zur Verfügung, ungeachtet der Frage, um welche Hardware es dort geht. Die gemeinsamen Kunden könnten dann davon profitieren, dass die über Frontline abgearbeiteten Schritte automatisch im SAP-System gespeichert und somit nachvollziehbar seien. Auch die Einbeziehung in Warenwirtschaftssysteme sei denkbar.

          Diese ersten Anwendungsszenarien würden im Rahmen der Partnerschaft mit SAP global vermarktet, heißt es von TeamViewer. Für SAP erwarten die Anleger offenbar keine so großen Vorteile. Zwar drehte auch der SAP-Kurs vom Minus ins Plus und notierte dann gleichbleibend mehr als ein Prozent über dem Freitagswert, allerdings ist die Größenordnung des Geschäfts im Konzernmaßstab klein. Das Frontline-System basiert auf der AR-Technik des Unternehmens Ubimax. TeamViewer hatte Ubimax im vorigen Sommer für 136 Millionen Euro gekauft, um in das Feld der vernetzten Industrie vordringen zu können.

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