https://www.faz.net/-gv6-9sfzc

Optimismus bei Dax-Konzern : Sonderprüfung soll es nun bei Wirecard richten

  • Aktualisiert am

Das Wirecard-Logo im Tagungsgebäude der Wirecard-Hauptversammlung 2019 Bild: dpa

Der Zahlungsabwickler hat nun doch unabhängige Wirtschaftsprüfer damit beauftragt, die Vorwürfe der Bilanzfälschung zu untersuchen. Der Aktienkurs reagiert sofort.

          1 Min.

          Der stark in die Kritik geratene Zahlungsdienstleister Wirecard will Vorwürfe rund um seine Bilanzierungspraktiken mit einer Sonderprüfung ausräumen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich entschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen, wie der Dax-Konzern am Montag mitteilte.

          Damit sollen den Angaben zufolge alle Vorwürfe, die von der britischen Zeitung „Financial Times“ aufgebracht wurden, umfassend und unabhängig aufgeklärt werden. Über das Wochenende hatte es Verwirrung darum gegeben, ob sich das Unternehmen zu einem solchen Schritt durchringt.

          KPMG werde zu gegebener Zeit einen Untersuchungsbericht vorlegen und sei allein dem Aufsichtsrat verpflichtet. Die Prüfer hätten uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen auf allen Konzernebenen. „Wir haben vollstes Vertrauen in die bisherigen Prüfungshandlungen und deren Ergebnisse“, sagte Aufsichtsratschef Wulf Matthias. Regulärer Prüfer der Konzernbilanzen ist EY.

          „Wir gehen davon aus, dass die erneute unabhängige Prüfung dazu führt, alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden“, sagte Matthias. Vorstandschef Markus Braun zeigte sich überzeugt, dass durch die Untersuchung das Vertrauen in das Geschäft gestärkt werde.

          WIRECARD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Seit geraumer Zeit veröffentlicht die „Financial Times“ kritische Berichte rund um den deutschen Finanzkonzern, die den Aktienkurs immer wieder belasten. Im Zuge von Untersuchungen musste Wirecard im Frühjahr einräumen, dass einige Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden, aber in deutlich geringerem Umfang als von der Zeitung suggeriert. Systematische Luftbuchungen schließt das Unternehmen aus.

          Wirecard -Aktien haben sich am Montag im vorbörslichen Handel kräftig von ihrem Sechsmonatstief erholt: Auf der Handelsplattform Tradegate ging es für die Papiere des Zahlungsabwicklers um bis zu 6 Prozent auf 118,45 Euro aufwärts.

          Weitere Themen

          Zusatzrente vom Chef

          FAZ Plus Artikel: Betriebsrenten : Zusatzrente vom Chef

          Die Regierung macht Betriebsrenten attraktiver: Künftig werden weniger Krankenkassenbeiträge fällig. Vier Millionen Rentner dürfen sich freuen. Und was ist mit dem Rest?

          Topmeldungen

          Formel 1 in Brasilien : Ferrari flucht

          Verrücktes Finale beim Formel-1-Rennen in São Paulo: Die beiden Ferrari-Piloten schießen sich gegenseitig ab und scheiden nach der Kollision aus. Der Zoff der Stallrivalen bei der Scuderia eskaliert endgültig.
          Bleibt mehr Geld von der Betriebsrente?

          Betriebsrenten : Zusatzrente vom Chef

          Die Regierung macht Betriebsrenten attraktiver: Künftig werden weniger Krankenkassenbeiträge fällig. Vier Millionen Rentner dürfen sich freuen. Und was ist mit dem Rest?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.