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Wegen Kapitalerhöung : Kurs von Windeln.de bricht abermals ein

Ein verspielt anmutender Börsengang, doch zum Lächeln ist heute wohl keinem Aktionär von Windeln.de mehr zumute. Bild: dpa

Um mehr als ein Viertel fällt am Montag der Kurs des Onlinehändlers Windeln.de. Geplante massive Kapitalmaßnahmen stoßen offenbar auf das Missfallen der Anleger.

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          Immer wieder kommen junge Unternehmen mit großen Hoffnungen an die Börse, um sich Kapital für eine geplante Expansion zu holen. Nicht immer läuft es danach wie erhofft.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Behaupten lässt sich das auch von Windeln.de. Der Onlinehändler für Baby-, Kinder- und Familienprodukte in Europa kam im April 2015 zu einem guten Zeitpunkt an die Börse, nämlich als Aktien gefragt waren, die in irgendeiner Weise nach Internet 2.0 rochen. Damals wurden die Aktien zu 18,50 Euro verkauft, am Montag bekommen Anleger dafür noch 54 Cent. Allein der Tagesverlust beträgt knapp 20 Cent oder 27 Prozent.

          Grund ist, dass Windeln.de für den 27. September eine außerordentlichen Hauptversammlung einberuft. Auf dieser sollen die Voraussetzungen für eine Kapitalerhöhung geschaffen werden. Konkret soll aus zwei Aktien erst einmal eine werden und das Kapital von 9,96 Millionen Euro, auf 4,98 Millionen Euro herabgesetzt werden.

          Allein das dürfte den Anlegern schon missfallen, doch im Anschluss soll das Kapital um bis zu 10 Millionen Euro erhöht werden, wodurch die Alt-Aktionäre eine deutliche Verwässerung ihrer Anteile erfahren. Zudem soll der Vorstand ermächtigt werden, bis 2024 weitere Kapitalerhöhungen durchführen zu können. Für die geplante erste Kapitalerhöhung bedarf es auch der Herabsetzung, denn diese kann nur durchgeführt werden, wenn der Ausgabepreis über einem Euro liegt.

          Mit dem frischen Geld will Windeln.de in China expandieren, unter anderem auch durch „kapitalunterlegte Unternehmenskooperationen mit chinesischen Unternehmen“, was wohl auf Gemeinschaftsunternehmen herauslaufen könnte. Konkret sollen unter anderem ein zweites Zollager eröffnet, ein lokales Teams in China aufgebaut und zusätzliche Online-Vertriebskanäle erschlossen werden.

          WINDELN.DE SE INH O.N.

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          Die Orientierung nach China ist der Hoffnungsanker von Windeln.de. In Deutschland und Europa hat das Unternehmen zuletzt Personal abgebaut oder das Geschäft ganz dicht gemacht. Auch in China war es nicht rund gelaufen: So gab es etwa zeitweilig Probleme mit der Einfuhr der Produkte. Teilweise hingen diese vier bis fünf Wochen im Zoll fest.

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