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Börse : Aktienkurs der Commerzbank gibt mehr als 4 Prozent nach

  • Aktualisiert am

Die Commerzbank enttäuscht die Anleger. Bild: dpa

Reaktion auf schwache Quartalszahlen. Ansonsten ist die Stimmung am deutschen Aktienmarkt überwiegend freundlich.

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          Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwochvormittag merklich zugelegt. Rückenwind lieferten die starken amerikanischen Börsen und die tendenziell positiven Vorgaben aus Asien nach positiven Konjunkturdaten aus China. Der Dax notierte zuletzt 0,65 Prozent höher bei 15.655,94 Punkten. Das Börsenbarometer schwankt schon seit Wochen über weite Strecken zwischen rund 15.300 und etwa 15.800 Punkten.

          Der M-Dax der mittelgroßen Werte stieg zur Wochenmitte um 0,59 Prozent auf 35.507,18 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 gewann rund 0,6 Prozent.

          Neben weiteren Unternehmenszahlen stehen auch Konjunkturdaten im Anlegerfokus. Unter anderem werden die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus Europa und den USA veröffentlicht. Zudem steht auch der ADP-Bericht als Vorbote für den Arbeitsmarktbericht am Freitag auf der Agenda.

          Der jüngste Erholungsversuch der Aktien von Siemens Energy geriet am Mittwoch nach der Vorlage von Quartalszahlen ins Stocken. Anleger reagierten enttäuscht auf die Probleme bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa , die laut JP Morgan-Analyst Andreas Willi die Fortschritte im übrigen Geschäft überschattet. Der Mutterkonzern rutschte in den drei Monaten per Ende Juni wieder in die Verlustzone und gab ein eingetrübtes Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr ab. Die Siemens-Energy-Aktien sanken als Dax-Schlusslicht um 2 Prozent.

          Die Aktien der Commerzbank reagierten mit einem Minus von 4,2 Prozent auf die Bekanntgabe der Quartalszahlen des Geldhauses. Nach einer halben Milliarde Euro Verlust im zweiten Quartal im Zuge des Konzernumbaus sind für den Finanzkonzern schwarze Zahlen im Gesamtjahr 2021 wieder in weitere Ferne gerückt. Auch habe der operative Gewinn der Bank die Konsensschätzung verfehlt, schrieb Analyst Kian Abouhossein von der amerikanischen Bank JP Morgan.

          Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall erzielte im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis. Dem steht allerdings eine weitere Wertberichtigung im Zuge des Verkaufs des Geschäfts mit Klein- und Großkolben in Höhe von 110 Millionen Euro gegenüber. Das Unternehmen hatte die Zahlen am Dienstag in den letzten Handelsminuten bekannt gegeben. Die Rheinmetall-Titel gewannen am Mittwoch nun 0,1 Prozent.

          Für die Aktien von Grenke ging es nach der Vorlage detaillierter Zahlen für das zweite Quartal um 4,4 Prozent nach oben. Analyst Philipp Häßler vom Investmenthaus Pareto sprach von einem zweiten Quartal über den Erwartungen. Der Fachmann verwies vor allem auf den Vorsteuergewinn, der wegen höherer Umsätze und niedrigeren Risikovorsorge überzeugt habe.

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