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Zertifikate : Dividendenstrategie-Zertifikat für Osteuropa

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Der Kauf dividendenstarker Aktien macht sich oft durch eine vergleichsweise guten Performance und eine geringe Schwankungsanfälligkeit bezahlt. Diese Vorzüge kann ein neues Dividenden-Zertifikat mit Zielrichtung Osteuropa interessant machen.

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          Dividendenstarke Aktien sind insbesondere bei vielen konservativen Privatanlegern sehr gefragt. Denn sie bieten in renditeschwachen Zeiten im Zinsbereich eine ansehnliche Rendite auf das eingesetzte Kapital. Außerdem erweisen sich Titel mit einer hohen Dividendenrendite oft als weniger schwankungsanfällig als der Gesamtmarkt, weil hier die Ausschüttung als kursstabilisierender Faktor wirkt.

          Aufgrund dieser Vorteile wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe von Produkten wie Fonds und Zertifikate lanciert, mit denen dieses Thema gespielt werden kann. ABN Amro hat die bestehende Produktpalette kürzlich um eine interessante Anlagevariante erweitert. Sie hat ein so genanntes DJ Selected Dividends Osteuropa Open End Zertifikat (ISIN: NL0000807220) aufgelegt. Damit ist es nun möglich, die Dividenden- Strategie auch auf die neuen EU-Mitgliedstaaten im Osten Europas anzuwenden.

          Bessere Wertentwicklung und niedrigere Volatilität in der Vergangenheit

          Dies ist deshalb interessant, weil Osteuropa noch immer vom Konvergenzprozess profitiert, der darin besteht, dass sich die dort noch tieferen Lebensstandards denen im Westen angleichen. Das höhere Wirtschaftswachstum lässt die Unternehmensgewinne steigen und das wiederum befeuert die Aktienkurse der Ostbörsen. Außerdem finden sich auf den Kurszetteln in Osteuropa noch immer genügend dividendenstarke Titel, so dass sich die Strategie problemlos umsetzen lässt.

          Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Bewertung der im DJ Selected Dividends Osteuropa Index enthaltenen Aktien mit einem KGV von 13,9 niedriger ist als beim CECE Index, der mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,0 bewertet ist. Auch bei der Dividendenrendite hat das Zertifikat im direkten Vergleich mit einer Dividendenrendite von 4,85 Prozent die Nase vorne, weist der CECE Index hier doch nur einen Wert von 2,46 Prozent auf.

          Wie eine Rückberechnung zeigt, ist die Anlageidee in der Vergangenheit aufgegangen. So legte der DJ Selected Dividends Osteuropa Index im Jahr 2006 um 74 Prozent zu, während der CECE Index nur ein Kursplus von 14 Prozent verzeichnete. Außerdem war in den vergangenen drei Jahren die Volatilität mit 23,32 Prozent geringer als beim CECE-Index mit 35,54 Prozent (siehe Grafik).

          Klare Kriterien für die Titelauswahl

          Das DJ Selected Dividends Osteuropa Index Zertifikat bildet die Performance des Dow Jones STOXX EU Enlarged Select Dividend 15 Index ab. Der Index wird von STOXX berechnet und jährlich im März überprüft und gegebenenfalls angepasst. Insgesamt können Unternehmen aus Bulgarien, Zypern, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, der Slowakei und Slowenien in den Index aufgenommen werden.

          Es finden nur Unternehmen in den Index Eingang, die seit mindestens drei Jahren ein positives Dividendenwachstum aufweisen und die höchstens 100 Prozent ihrer Gewinne ausschütten. Mit dieser Vorgabe sollen Kontinuität und Qualität sichergestellt und eine Substanzausschüttung vermieden werden. Die Geld-Brief-Spanne beträgt bei dem Zertifikat drei Prozent und es wird eine Managementgebühr von 0,75 Prozent verlangt.

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