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Marktbericht : Geldautomaten bringen weniger Geld

  • Aktualisiert am

Geldautomaten-Produktion bei Wincor Nixdorf in Paderborn. Bild: dpa

Der Aktienmarkt hat sich am Montag rückwärts bewegt. Allen voran fiel der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf.

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          Die meisten Investoren haben sich am Montag von den Börsen zurückgezogen. „Angesichts der Krisen in der Ukraine und im Gaza-Streifen, aber auch in Libyen oder im Irak scheuen Anleger das Risiko“, sagte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Der Dax, der bereits am Freitag um 1,5 Prozent abgerutscht war, schloss 0,5 Prozent im Minus bei 9598,17 Punkten - so tief lag der Index zuletzt Anfang Mai. Der F.A.Z.-Index gab 0,6 Prozent auf 1969 Punkte nach. Die Schwäche der Wall Street und enttäuschende amerikanischen Konjunkturdaten trübten laut Händlern die Stimmung zusätzlich.

          Vor allem Wincor Nixdorf erwischte es. Der Aktienkurs fiel um bis zu 11,3 Prozent auf 35,26 Euro. Bis Handelsende entfernte sich die Aktie etwas von ihrem Tagestief und schloss 4,5 Prozent tiefer. Der Geldautomaten-Hersteller hatte seine Umsatzprognose für das seit Oktober laufende Bilanzjahr 2013/14 kassiert. Nur aufgrund eines Verkaufserlöses lässt sich das Gewinnziel noch halten. „Da zeigt sich einmal mehr: Wer nicht liefert, wird gnadenlos abgestraft“, sagte ein Börsianer.

          Auf Höhenflug gingen Ryanair, die nach Vorlage der Bilanz um 2,6 Prozent stiegen. Nach den Gewinnwarnungen von Lufthansa und Air France konnten die Iren mit einer optimistischeren Prognose auftrumpfen. Der Billigflieger rechnet nun mit mindestens 620 Millionen Euro Gewinn - bisher hatte er maximal mit dieser Summe gerechnet.

          An der Wall Street sorgte eine Großfusion in der amerikanischen Einzelhandelsbranche für Aufsehen. Die Aktien des amerikanischen Discounthändlers Family Dollar schossen um 22 Prozent in die Höhe. Konkurrent Dollar Tree will die Firma für insgesamt 8,5 Milliarden Dollar übernehmen und so zum Branchenprimus aufsteigen. Dollar Tree gewannen vier Prozent.

          An der russischen Börse ging es abermals abwärts. Die EU verdächtigt die Moskauer Regierung, die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine militärisch zu unterstützen und will über weitere Sanktionen gegen Russland beraten. Außerdem verurteilte ein internationales Gericht das Land zu 50 Milliarden Dollar Schadenersatz an die ehemaligen Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos. Die Leitindizes der Moskauer Börse fielen zwischen 1,9 und 3,0 Prozent. Die russische Währung geriet ebenfalls unter Druck. Der Dollar legte um bis zu 1,3 Prozent zu und war mit 35,5995 Rubel so teuer wie zuletzt Anfang Mai.

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