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Marktbericht : Wieder Zinsangst am Aktienmarkt

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Die Börse in Frankfurt Bild: dpa

Der Dax verliert am Mittwoch im frühen Handel leicht. Gestern hatte der aufwertende Euro den Höhenflug des deutschen Aktienmarktes vorerst beendet. Die Aktien von Linde fallen am Dax-Ende um fast 3 Prozent.

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          Die Sorge vor einer strafferen Geldpolitik der amerikanischen Notenbank (Fed) hat am Aktienmarkt zur Wochenmitte größere Gewinnmitnahmen ausgelöst. Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 10 537,67 Punkte, der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index gab 1,2 Prozent auf 2116 Zähler nach. „Insgesamt aber eine sehr gesunde Entwicklung, auf seinem Weg nach oben muss der Markt zwischendurch Luft holen“, sagte Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

          F.A.Z.-Index

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          Laut Marktstratege Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke diente die erneut aufgeflammte Zinsdebatte in den Vereinigten Staaten als Anlass, Gewinne mitzunehmen. Mit Dennis Lockhart, dem Präsidenten der regionalen Notenbank von Atlanta, hatte am Dienstag ein weiterer amerikanischer Zentralbanker einen Hinweis auf eine weitere Leitzinserhöhung in diesem Jahr geliefert. Neue Aufschlüsse über den geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf könnte das am Abend auf der Agenda stehende Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung geben.

          Mit einem Minus von knapp 3 Prozent gehörten die Papiere von Linde zu den schwächsten Einzelwerten. Sie hatten am Dienstag von Hoffnungen auf einen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Praxair profitiert und ihr Kurs war um 11 Prozent gestiegen. Analyst Thorsten Strauß von der NordLB sieht derzeit aber noch viele Unsicherheiten. Die kartellrechtlichen Probleme, die das Zusammengehen der Nummer zwei und drei auf dem Markt für Industriegase mit sich bringen würde, wären erheblich.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Der Aktienkurs des Leuchtmittelherstellers Osram litt unter negativen Nachrichten des LED-Produzenten Cree und fiel um 1,4 Prozent. Cree habe in seinem vierten Geschäftsquartal bei der Bruttomarge enttäuscht und so die Gewinnerwartungen leicht verfehlt, sagte ein Börsianer. Zudem habe der Umsatzausblick die Prognosen der Analysten verfehlt. Bilfinger gaben mehr als 4 Prozent ab. Händler nannten in Ermangelung fundamentaler Belastungsfaktoren charttechnische Gründe für den Wertverlust des Bau- und Dienstleistungskonzerns.

          UNITED INTERNET

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          United Internet gaben 5,6 Prozent nach, nachdem das Bankhaus Lampe seine Kaufempfehlung für die Aktien des Internetdienstleisters gestrichen hat. Analyst Wolfgang Specht fürchtet zunehmend, dass United Internet angesichts stärkeren Gegenwinds im operativen Geschäft sein Wachstum der vergangenen Jahre nicht aufrechterhalten könne.

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