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Wall Street : Diese amerikanischen Aktien sind wieder auf Rekordkurs

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Diverse amerikanische Aktien sehen derzeit technisch vielversprechend aus. Bild: AFP

Im Dow-Jones-Index bieten sich einige Aktien aufgrund der Kombination aus guter technischer Gesamtlage und attraktiver Dividendenrendite für neue Engagements an.

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          Der S&P 500 arbeitet aus technischer Sicht am Verlassen der seit dem Jahreswechsel 2014/15 vorliegenden Seitwärtspendelbewegung nach oben. Hierbei untermauert die gute Marktbreite, also die isolierte technische Lage der wichtigen amerikanischen Einzelaktien unabhängig von ihrer Marktkapitalisierung, diese Entwicklung. Zum Beispiel sind schon sechs Standardwerte aus dem Dow Jones Industrial auf neue historische Höchstkurse gestiegen.

          Mit Blick auf die führenden amerikanischen Titel bieten sich einige - aufgrund der Kombination aus guter technischer Gesamtlage und attraktiver Dividendenrendite - für technische Neuengagements an. Hierbei handelt es sich mit Blick auf die Werte aus dem Dow Jones Industrial um die Titel Home Depot, Johnson & Johnson, United Health Group und Verizon Communications.

          Amerika baut mit Home Depot

          Die Baumarktkette Home Depot, in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko und China tätig, ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein „technischer Marathonläufer“ (steht für Aktien mit sehr langfristigen Aufwärtstrends) über viele Jahre hinweg Kurssteigerungen liefert. Home Depot wurde im September 1981 - in einer damals schwierigen wirtschaftlichen Lage der Vereinigten Staaten - unter Federführung des Finanzhauses Bear Stearns an die Börse gebracht. Unter Berücksichtigung von zwischenzeitlichen Kapitalmarktaktivitäten startete Home Depot im September 1981 bei etwa 3,5 Cent. Während Bear Stearns im Mai 2008 im Vorfeld der Finanzkrise von der Großbank

          JP Morgan übernommen wurde, setzt sich die technische Erfolgsgeschichte von Home Depot auch nach 35 Jahren weiter fort. Diese Zeitspanne kann aus übergeordneter Sicht in drei technische Phasen eingeteilt werden. Zuerst der Zeitraum von September 1981 bis April 2000 mit einer Bilderbuch-Hausse bis auf Kurse um 70 Dollar. In der zweiten Phase - einer zwölfjährigen Seitwärtspendelbewegung - ergab sich eine Kernhandelsspanne von 25 Dollar bis 40 Dollar. Die dritte technische Phase besteht seit Oktober 2008 (Start bei 17,05 Dollar) wieder aus einer Hausse-Bewegung. Mit dem Investment-Kaufsignal (Sprung über die Widerstandszone um 40 Dollar) zum Jahresanfang 2012 hat Home Depot einen neuen, langfristigen Bilderbuch-Hausse-Trend (Trendlinie aktuell bei etwa 122 Dollar) etabliert.

          Innerhalb dieses Trends hat sich seit November 2015 unterhalb der Widerstandszone um 138 Dollar eine mittelfristige Konsolidierungsformation (Aufwärtsdreieck) mit einem trendbestätigenden Charakter nach oben herausgebildet. Bei Home Depot, die eine Quartalsdividende zahlen und eine Brutto-Jahresdividendenrendite von etwa 2,1 Prozent aufweisen, sollte eine technische Doppelstrategie umgesetzt werden. Zuerst eine Anfangsposition auf dem aktuellen Kursniveau um 135 Dollar. Nach einem Sprung über die Widerstandszone (bedeutet bei Kursen über 140 Dollar) sollte diese Position ausgebaut werden, da sich als nächstes technisches Etappenziel der Bereich um 150 Dollar andeutet.

          Johnson & Johnson - ein technisch defensiver Wachstumswert

          Der amerikanische Standardwert Johnson & Johnson gehört zu den technisch defensiven amerikanischen Wachstumsaktien. Der Titel, dessen erste Börsennotiz am 25. September 1944 stattfand, hat heute seinen Geschäftsschwerpunkt bei Produkten des täglichen Bedarfs sowie im medizinischen Bereich. Im Produktsortiment finden sich unter anderem Penaten und Piz Buin sowie Nicorette. Auch bei diesem Titel finden sich drei sehr langfristige technische Phasen. Zuerst die Hausse-Bewegung von Oktober 1979 bis zum März 2002 mit einem Kursanstieg von etwa 1,35 Dollar bis auf etwa 66,0 Dollar. Die zweite technische Phase war eine langfristige Seitwärtspendelbewegung mit der Form eines Aufwärtsdreiecks von 2002 bis 2013 unterhalb der Widerstandszone von 72 Dollar bis 73 Dollar.

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