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Wall Street : 7 Billionen Dollar sind verpufft

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Der Dow-Jones-Index ist im vergangenen Jahr so stark eingebrochen wie seit den dreißiger Jahren nicht mehr. Und ewig währt die Zuversicht - die ersten Analysten glauben, dass es im neuen Jahr viel besser als im vergangenen wird. Ein Rückblick in Bildern.

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          Der Silvestertag 2008 war ein versöhnlicher Abschluss eines brutalen Jahres an der Wall Street. Die Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse sangen wie jedes Jahr den alten Schlager „Wait Till the Sun Shines, Nellie“ - ein Lied über das hoffnungsvolle Warten eines Pärchens auf das Verschwinden der Regenwolken. Diese Tradition auf dem Parkett geht auf die Zeit der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren zurück. Die Händler wollten sich nach dem großen Börsenkrach von 1929 aufmuntern.

          Norbert Kuls
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          In diesem Jahr war die Hoffnung auf Sonnenschein besonders nötig. Der Dow-Jones-Index der 30 großen Industriewerte verbuchte trotz einer leichten Erholung am letzten Handelstag einen Jahresverlust von 34 Prozent. Das war der höchste Kursverlust des populären Marktbarometers seit 1931.

          Auch die anderen großen Aktienindizes haben in diesem Jahr stark nachgegeben. Der breiter gefasste S&P 500 sackte im Jahresvergleich um 38,5 Prozent ab. Der technologielastige Index der elektronischen Börse Nasdaq hatte mit einem Verlust von 41 Prozent das schlechteste Jahr seiner Geschichte. Insgesamt wurde in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten ein Börsenwert von 6,9 Billionen Dollar vernichtet.

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          Historischer Kurssturz

          „Man wird noch eine lange Zeit über dieses Jahr schreiben“, sagte Duncan Niederauer, der Vorstandschef des New Yorker Börsenbetreibers Nyse Euronext, der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Es war, in einem Wort, ermüdend.“ Ein Blick auf die größten Verlierer und Gewinner des Jahres verdeutlicht die Ursachen für den Kurseinbruch. Die Baisse war die Folge einer von Ausfällen am amerikanischen Hypothekenmarkt ausgelösten Kredit- und Finanzkrise, die schließlich in einer Rezession der Realwirtschaft mündete. Der größte Verlierer im S&P 500 mit einem Kursverlust von 97 Prozent ist daher ein Finanzwert, der größte amerikanische Versicherer American International Group (AIG).

          AIG konnte nur mit einem staatlichen Hilfspaket von 150 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. AIG wäre auch der größte Verlierer im Dow Jones gewesen. Allerdings wurde die Aktie wegen der Turbulenzen gegen die des Nahrungsmittelherstellers Kraft Foods ausgetauscht. So wurde der Autohersteller General Motors (GM) mit einem Kursverlust von 87 Prozent zum Schlusslicht des Dow. GM hatte gemeinsam mit den Konkurrenten Ford Motor und Chrysler jüngst staatliche Hilfen von 34 Milliarden Dollar gefordert, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.

          Die Regierung hat zunächst Übergangshilfen bereitgestellt, um die besonders angeschlagenen GM und Chrysler bis Ende März über Wasser zu halten. Die Autohersteller gerieten zuletzt wegen der Kreditkrise und dem rapiden Konjunkturabschwung unter Druck. Verbraucher hielten sich mit der Anschaffung neuer Autos zurück und hatten zudem Schwierigkeiten, den Kauf mit Krediten zu finanzieren.

          Wal Mart und Family Dollar Stores sind die Gewinner

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