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Trotz Zugeständnissen : Wacker-Tochter Siltronic geht erfolgreich aufs Parkett

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Ein Messplatz für Siliciumwafer in einem Reinraum der Wacker Siltronik AG in Freiberg. Bild: dpa

Die Aktien des Siliziumscheiben-Herstellers Siltronic sind am Donnerstag bei ihrem Börsendebüt mit einem Kurs von 31,50 Euro gestartet. Damit lagen die Titel 5 Prozent über dem Ausgabepreis von 30 Euro.

          Der Börsengang der Wacker-Tochter Siltronic ist am Donnerstag doch noch versöhnlich verlaufen. Nachdem das Interesse von Investoren zunächst schwach schien, startete die Aktie zu Handelsbeginn 5 Prozent über dem Ausgabepreis von 30 Euro. Der erste Aktienkurs lag bei 31,50 Euro.

          Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hatte seine Halbleiter-Tochter mit Zugeständnissen unter die Anleger gebracht. Die anvisierte Preisspanne hatte zuvor bei 30 bis 38 Euro gelegen. Die Wacker-Aktie selbst lag in einem freundlichen Markt am Morgen leicht im Minus. Der Mutterkonzern drückt seinen Anteil an Siltronic, wenn er alle angebotenen Aktien los wird, auf 57,8 Prozent.

          Inklusive einer sogenannten Mehrzuteilungsoption sollen 12,65 Millionen Siltronic-Anteile plaziert werden. Das Volumen des Börsengangs liegt damit bei bis zu 380 Millionen Euro. Wacker nutzt die historisch gesehen hohen Kurse an der Börse zum Teilausstieg aus dem Halbleiter-Geschäft.

          Im laufenden Jahr gab es ohne Siltronic in Deutschland bislang neun Börsengänge mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Milliarde Euro. Der größte war der von Tele Columbus mit gut 500 Millionen Euro im Januar. Siltronic ist einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilicium und Lieferant vieler Chiphersteller. Mit knapp 4200 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen 2014 einen Umsatz von 853 Millionen Euro, schrieb aber operativ Verluste.

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