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US-Automobil-Aktien : S&P sieht noch keine Kaufchance

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Schlechte Zeiten für Schnäppchenjäger. Auch nach massiven Kursverlusten ist für den US-Finanzdienstleister S&P die Zeit für einen Einstieg bei den US-Auto-Aktien noch nicht reif.

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          Das Jahr 2000 hatte für die US-Autobauer sowohl gute als auch schlechte Seiten. So werden vermutlich Rekordabsatzzahlen fallende Gewinne kontrastieren. An der Börse wurde dies unter dem Strich mit deutlich fallenden Kursen quittiert. Geht es nach S&P-Branchenanalyst Efraim Levy, wird sich an der dabei gezeigten schwachen Kursentwicklung zunächst auch nichts ändern.

          Levy begründet seine vorsichtige Grundhaltung mit der Annahme, dass die Branche im Jahr 2000 ihren Höhepunkt in diesem Konjunkturzyklus erreicht hat. Dafür sprechen aus seiner Sicht alleine schon die vermeintlich anhaltenden Marktanteilsgewinne der ausländischen Konkurrenten. Eine Hauptsorge Levys gilt dabei den hochprofitablen Geschäftsbereichen Kleinlastwagen, Minivans und sportlichen Geländewagen. Denn die auch in diesem Bereich zunehmende Konkurrenz der europäischen und asiatischen Mitbewerber dürfte für fallende Margen sorgen.

          Verschiedene Faktoren dämpfen Nachfrage

          Negativ auf die Nachfrage sollten laut Levy auch die höheren Energiepreise und die gefallenen Aktienkurse durchschlagen. Zumal nach den vergangenen Boomjahren ohnehin eine gewisse Sättigung bei den Kunden erreicht sein dürfte. Sollte es der US-Notenbank über Zinssenkungen tatsächlich gelingen, eine Rezession zu verhindern, sei zwar in der zweiten Hälfte des Jahres 2001 eine wiederbelebte Nachfrage denkbar. Aber selbst wenn spekulative Anleger ein solches Szenario bereits im zweiten Quartal zu einem Wiedereinstieg in die Aktien von General Motors, Ford und DaimlerChrysler nutzen könnten, setzt Levy in den ersten sechs Monaten auf eine fortgesetzte Underperformance des Sektors.

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