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Umsatz-Turbo schwacher Euro : Dax-Konzerne mit Rekordquartal

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Die Dax-Konzerne schauen auf ein Rekordquartal zurück Bild: dpa

Die deutschen Börsenschwergewichte profitierten zuletzt vom schwachen Euro. Dieser lässt aber die Umsatzentwicklung außerhalb Europas besser aussehen, als sie tatsächlich ist. Sorgen bereitet zudem die Entwicklung in China.

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          Deutschlands 30 Top-Konzerne haben beflügeltvom schwachen Euro ein Rekordquartal hingelegt: Der Umsatz der Dax-Unternehmen stieg von April bis Juni zusammengerechnet um elf Prozent auf 335 Milliarden Euro - ein Bestwert in einem zweiten Quartal, wie aus einer Analyse des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Der operative Gewinn (Ebit) legte um zehn Prozent auf den Rekord von 32 Milliarden Euro zu. Das starke Wachstum sei zu einem erheblichen Teil auf positive Währungseffekte zurückzuführen, sagte EY-Partner Thomas Harms. „Der schwache Euro treibt die Umsatzentwicklung an und rettet so den deutschen Top-Konzernen die Bilanzen“.

          Nach EY-Berechnungen brachten Währungseffekte den 30 Börsenschwergewichten einen Umsatzschub von mindestens 20 Milliarden Euro - bei einem Umsatzwachstum von insgesamt 34 Milliarden Euro im zweiten Quartal. Der schwache Euro macht Produkte „Made in Germany“ auf dem Weltmarkt billiger und erhöht so die Absatzchancen. Zugleich fallen Einnahmen in einer anderen Währung bei der Umrechnung in die Gemeinschaftswährung höher aus. Im zweiten Quartal verlor der Euro binnen Jahresfrist beispielsweise zum Dollar knapp 20 Prozent. Die positive Entwicklung vieler Konzerne sei weniger auf einen weltweiten Nachfrageboom zurückzuführen. „Vielmehr lässt der schwache Euro die Umsatzentwicklung außerhalb Europas besser aussehen, als sie tatsächlich ist“, sagte Harms. "Der schwache Euro treibt die Umsatzentwicklung an und rettet so den deutschen Top-Konzernen die Bilanzen"

          Die Beschäftigung legte zu - allerdings zum Teil durch Zukäufe: Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter in den Dax-Konzernen um 2 Prozent auf 3,8 Millionen. Mit Sorge sieht Harms die Konjunkturentwicklung außerhalb Europas - insbesondere in China. „Die Wachstumsdelle in China werden einige deutsche Konzerne, die dort sehr stark engagiert sind, schmerzlich spüren“, sagte er. Vor allem für deutsche Autohersteller und Maschinenbauer ist China ein wichtiger Markt. Noch sei unklar, wie stark sich der jüngste Absturz an den chinesischen Börsen und die aktuelle Abwertung des Yuan die Konjunktur im Reich der Mitte auswirkten, erklärte Harms. Die mittel- und langfristigen Perspektiven auf dem chinesischen Markt seien positiv. Allerdings kehre nun etwas Normalität ein.

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