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Uganda und Sierra Leone : Neue Ölfelder in Afrika entdeckt

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Bild: FAZ.NET

Vor der Küste des westafrikanischen Sierra Leone haben Bohrteams Ölvorkommen entdeckt. Auch in Uganda wurde eine neue Lagerstätte entdeckt. Die Entdeckungen haben die Aktienkurse von Ölförderunternehmen in die Höhe getrieben.

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          Die Entdeckung neuer Ölvorkommen in Afrika hat am Donnerstag die Aktienkurse von Ölförderunternehmen in die Höhe getrieben. Die Titel von Tullow Oil verteuerten sich an der Börse in London den zweiten Tag in Folge um fast 5 Prozent. Mit 1245 Pence übertraf der Schlusskurs den höchsten Stand seit der Erstnotiz im Jahr 1989.

          Das britische Unternehmen ist auf die Erschließung von Erdöl- und Erdgasfeldern und die anschließende Förderung spezialisiert. Tullow gab am Donnerstag bekannt, in Uganda eine Lagerstätte namens Ngassa 2 entdeckt zu haben.

          Schätzungen befinden sich noch in einem frühen Stadium

          „Obwohl sich die Schätzung noch in einem frühen Stadium befindet, hat Ngassa das Potential, sich als das größte Ölfeld in der Region zu erweisen“, hieß es in einer Mitteilung. Das Unternehmen will nun Partner suchen, um das Ölfeld in der Nähe des Albert-Sees zu erschließen. Das Vorkommen könnte 600 Millionen Barrel (159 Liter) betragen.

          Schon am Tag zuvor hatte Tullow die Entdeckung eines großen Vorkommens in Westafrika vor der Küste von Sierra Leone gemeldet. An diesem Projekt ist das amerikanische Unternehmen Anadarko Petroleum beteiligt. Sierra Leone, das sich noch immer von den Folgen des 2002 beendeten blutigen Bürgerkriegs erholt,
          gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Das „Venus“ genannte Ölfeld bestätige die Existenz eines „aktiven Erdölsystems“ in der Region, sagte Bob Daniels, Vizepräsident von Anadarko, vom Mittwoch. Am Donnerstag ging der Aktienkurs nur noch geringfügig nach oben, nachdem die Anadarko-Aktie am Mittwoch mit einem Plus von mehr als 10 Prozent reagiert hatte.

          Zunehmende Reserven - steigende Bewertung

          Tullow Oil entdeckte in den vergangenen Jahren eine Reihe von Ölfeldern in Afrika, so in Ghana, Elfenbeinküste, Liberia und Angola. Auch in der Nordsee ist Tullow Oil aktiv. Allein in Uganda kommt das Förderunternehmen auf 26 Ölfelder, deren Gesamtgröße bisher auf 700 Millionen Barrel geschätzt wurde.

          Die zunehmenden Reserven haben nicht nur die Aktienkurs deutlich nach oben laufen lassen, sondern auch die Bewertung. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 190 unf 94 auf Basis bisheriger Gewinnschätzungen sind die Papiere inzwischen recht teuer geworden. Allerdings werden im Markt im Moment wohl eher die Reserven an sich als die kurzfristigen Gewinnerwartungen wahrgenommen. Zudem mögen Übernahmephantasien eine Rolle spielen. Denn in Ermangelung eigener Entdeckungen sind die großen Energiefirmen längst dazu übergegangen, erfolgreiche Explorationsunternehmen zu übernehmen. Eni hat im vergangenen Jahr beispielsweise Burren Energy übernommen (siehe auch: ). Das ist weniger riskant als riesige Investitionen in unsichere Suchexpeditionen zu tätigen.

          Im Ölhandel fiel die Reaktion auf die neuen Vorkommen dagegen verhalten aus, da es noch Jahre dauert, bis die Ölfelder tatsächlich erschlossen sind und die angedachte Pipeline von Ostafrika nach Indien und Ostasien gebaut ist.

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