https://www.faz.net/-gv6-70934

Telefónica : Börsengang deutscher Tochter o2 geplant

  • Aktualisiert am

Der Telefonanbieter o2 ist auf dem deutschen Markt die Nummer vier. Bild: ddp

Der deutsche Telefonanbieter o2 könnte bald an die Börse gehen. Die spanische Muttergesellschaft Telefónica erwägt, das Unternehmen aufs Parkett zu bringen.

          1 Min.

          Europas größter Telekomkonzern Telefónica bereitet einen möglichen Börsengang seiner deutschen Tochter o2 vor. Angesichts der hohen Schuldenlast werde zudem erwogen, das gut laufende Geschäft in Lateinamerika an die Börse zubringen, teilte der Konzern am Mittwoch in Madrid nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mit. Details zum Zeitplan und Einzelheiten über die Größenordnung wurden allerdings nicht bekannt.

          Sollte es zum Gang aufs Parkett kommen, wäre es wohl einer der größten Börsengänge in Deutschland seit vielen Monaten. Telefónicas Schulden belaufen sich auf rund 57 Milliarden Euro. Das Unternehmen leidet deutlich unter der Wirtschaftskrise auf dem wichtigen Heimatmarkt.

          Telefónica profitiert von gutem Deutschlandgeschäft

          Dagegen laufen die Geschäfte bei der deutschen Mobilfunktochter weitaus besser. Telefónica profitiert in Deutschland wie auch die Rivalen etwa von E-Plus vom weiter ungebrochenen Trend zu Smartphones und mobilem Internet. Zwischen Januar und März stieg die Zahl der Mobilfunkkunden um 7,1 Prozent auf rund 18,6 Millionen. Auch beim Umsatz und beim bereinigten operativen Gewinn konnte Telefónica Germans deutlich zulegen. 2011 hatte o2 einen Umsatz von etwa mehr als 5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

          Nach den Marktführern Deutsche Telekom und Vodafone rangiert o2 hinter der Konkurrenz von E-Plus auf dem vierten Platz im hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt, bietet aber auch Festnetz- und Internetanschlüsse.

          Weitere Themen

          Geld her!

          FAZ Plus Artikel: Kapitalerhöhung für Lufthansa : Geld her!

          Der deutsche Staat will sich mit 20 Prozent an der angeschlagenen Lufthansa beteiligen. Die Kapitalerhöhung soll unter dem Ausschluss von Bezugsrechten für Altaktionäre stattfinden. Das wird ihre Anteile verwässern. Was passiert in diesem Fall eigentlich?

          Topmeldungen

          Nach Tod von George Floyd : Die Wut wächst

          Tausende Menschen sind in London, Berlin und Kopenhagen wegen des gewaltsamen Tods des Afroamerikaners George Floyd auf die Straße gegangen. In Amerika eskaliert die Lage weiter. Donald Trump macht die Antifa verantwortlich – und will sie als Terrororganisation einstufen lassen.

          Mit 84 Jahren gestorben : Verhüllungskünstler Christo ist tot

          In Deutschland hat Christo die Verhüllung des Reichstags vor 25 Jahren ewigen Ruhm gebracht. Weltweit faszinierte die Schönheit seiner in abstrakte Objekte verwandelten Gebäude und Landschaften Millionen. Nun ist er gestorben.

          Öffnung der Gastronomie : Als das Krisengefühl verschwand

          Früher galten die Deutschen als Stubenhocker. Doch in der Krise zeigt sich, was sonst nicht ins Bewusstsein dringt: Die Gastronomie ist systemrelevant. Seit wann ist das eigentlich so? Über die erstaunliche Bedeutung einer Leitbranche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.