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Technologie : Aktie von Eizo macht ein gutes Bild

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Bidschirme von Eizo Bild: Eizo

Mit der Entwicklung, der Herstellung und Vermarktung von hochwertigen Visualisierungssystemen scheint Eizo gutes Geld zu verdienen. Das Unternehmen hat jüngst die Gewinnprognose erhöht, die Aktie ist zudem vernünftig bewertet.

          Der Markt für Flachbildschirme erlebte in den vergangenen Jahren ein Wechselbad der Gefühle. Führte die Einführung und die zunehmende Verbreitung dieser Produkte zunächst zu einer gewissen Euphorie, so schlug sie bald in Ernüchterung um, da immer mehr Hersteller in den Markt eintraten, was zu einem Verfall der Preise und damit oft auch der Margen führte.

          Mit der Konsequenz, daß die Aktien verschiedener in der Sparte tätiger Unternehmen in den vergangenen Jahreneinen nicht sehr vorteilhaften Kursverlauf an den Tag legten. Das gilt zum Beispiel für die Papiere von Sintek, Optimax, bedingt für Sharp, in jüngster Zeit für LG Electronics und auch für Chi Mei Optoelectronics. Dagegen können die Werte von Unternehmen wie der Merck KGaA, von Sumitomo und Nissan Chemical, von JSR, von Nippon Electric Class und auch von Nitto Denko zum Teil beeindruckende Aufwärtstrends aufweisen.

          Es gibt Gewinner und Verlierer im Flachbildschirmsektor

          Die unterschiedliche operative und damit auch unterschiedliche Kursentwicklung dürfte sich damit erklären lassen, daß die Firmen in unterschiedlichen Phasen der Herstellung von Flachbildschirmen tätig sind. Dabei scheinen Hersteller von Basismaterialien wie Merck, das Flüssigkristalle herstellt, oder Nitto Denko, das unter anderem die Materialien für die Beschichtung von Bildschirmen produziert, besser abzuschneiden als die eigentlichen Hersteller von Flachbildschirmen.

          Wie so oft scheint es allerdings Ausnahmen zu geben. Zum Beispiel die Eizo Nanao Corporation, die Displays für Computer und Unterhaltungsgeräte entwickelt und herstellt. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch Ertrag zumindest im Trend steigern. Im Moment scheinen sich vor allem die Ertragsseite gut zu entwickeln. Denn Eizo hat am Donnerstag die Gewinnprognose für die erste Hälfte des laufenden Jahres bei leicht steigendem Umsatz deutlich erhöht. Das Unternehmen geht nun davon aus, in den ersten sechs Monaten einen Nettogewinn von 4,9 Milliarden Yen erzielen zu können. Das wären knapp 49 Prozent mehr als im Vorjahr.

          Eizo als Nischenspieler

          Das im Jahr 1968 gegründete Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, qualitativ hochwertige Visualisierungssysteme zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten. Das Ziel besteht darin, die bestmögliche Kombination zwischen Performance, Zuverlässigkeit, Komfort und Service zu bieten. Diese Strategie scheint sich auszuzahlen. Denn das es berichtet von einem rasch wachsenden Markt sowohl in Größe als auch in der Diversität. Eizobildschirme seien in vielen Unternehmen zum Standard geworden, unter anderem auch in der Medizintechnik. In den vergangenen Jahren hat insbesondere der Umsatz mit Produkten für die Unterhaltungsindustrie zugenommen.

          Auf Basis der Strategie und auch der Zuverlässigkeit des Unternehmens dürfte weiteres, ertragsreiches Wachstum absehbar sein und die Aktie interessant machen. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 13,5 und 12,56 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie noch vernünftig bewertet. Eizo hat zudem so gut wie keine Schulden und hat in den vergangenen Jahren eine im Trend steigende Dividende ausgeschüttet. Charttechnisch befindet sich das Papier in einem mittelfristigen Aufwärtstrend und steht mit einem Kursgewinn von 5,45 Prozent auf 3,870 Yen am Freitag kurz davor, ein neues Allzeithoch zu markieren. Das spräche charttechnisch für sich.

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