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Technologie : Aixtron trübt die Stimmung mit Gewinnwarnung

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Im dritten Quartal übertrifft Aixtron zwar mit einem Nettogewinn von 4,6 Millionen Euro die Erwartungen. Eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr ist aber nicht prickelnd.

          Mit einem Nettogewinn von 4,6 Millionen Euro im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres übertrifft Aixtron zwar die Erwartungen der Experten, allerdings dürfte der weitere Ausblick die aktuell vorherrschende positive Stimmung deutlich trüben.

          Denn das Unternehmen reduzierte seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Der Nettogewinn soll nur noch zwischen 17 und 20 Millionen Euro liegen. Bisher waren 20 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Auch der Umsatz dürfte mit 150 bis 160 Millionen Euro etwas unter den ursprünglich erwarteten 160 Millionen Euro liegen.

          Zögerliches Geschäft und nachlassende Zahlungsmoral

          „Die Kunden denen ihre Produktionskapazitäten nur äusserst vorsichtig aus“, formulierte Aixtron seine Einschätzung der Lage. Gleichzeitig sieht das Unternehmen ein „erhöhtes Risiko für verzögerte Umsätze, da Kunden verspätet zahlen könnten“. Das wird niemanden begeistern. Denn das deutet darauf hin, dass erstens das Geschäft nicht sonderlich blendend läuft und gleichzeitig die Zahlungsmoral deutlich nachzulassen scheint.

          Im dritten Quartal sind die Auftragseingänge um 26 Prozent auf gerade noch 23 Millionen Euro gefallen. Der gesamte Auftragsbestand belief sich auf 105 Millionen Euro, nach 143 Millionen Euro im Vorjahresvergleich. Der Umsatz fiel um satte 43 Prozent auf 35,3 Millionen Euro.

          Bewertung nur „historisch“ günstig

          Diese Entwicklung scheint schon weit gehend im Markt kommuniziert worden zu sein. Denn die Analystenschätzungen liegen im Schnitt nahe an der neuen Prognose des Unternehmens. Auf dieser Basis ist die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 22 zwar im Vergleich mit der Vergangenheit relativ günstig bewertet. Aber nur in dieser Perspektive. Denn absolut betrachtet und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung in der Branche ist das kein Schnäppchen und drängt sich nicht unmittelbar auf.

          Das dürfte die Aktie zwar nicht unbedingt davon abhalten, bei einer möglicherweise anhaltenden Euphorie an den Märkten mitzusteigen. Immerhin ist das Papier gerade dabei, den seit Mai anhaltenden kurzfristigen Abwärtstrend zu überwinden. Aber für eine nachhaltige Entwicklung müsste sich wohl das globale Wirtschaftsklima deutlich verbessern. Wer immer in der aktuellen Situation das Papier erwirbt, sollte sich des spekulativen Charakters dieser Aktion bewusst sein und auf keinen Fall eine Stop-Loss-Order zu vergessen.

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