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Blick aufs neue Börsenjahr : Konservative Strategie 2017

  • -Aktualisiert am

Börsenjahr 2017: Na denn, viel Glück! Bild: Bernd Kammerer

2017 sind Kurssteigerungen bei den wichtigen europäischen Aktienindizes in moderater Form zu erwarten. Ein Aktienkorb aus sieben Euro-Stoxx-50-Titeln ist derzeit interessant. Die technische Analyse.

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          Mit Blick auf das Jahr 2017 sollten sich die Kurssteigerungen bei den wichtigen europäischen Aktienindizes in moderater Form fortsetzen. Demgegenüber darf es nicht überraschen, wenn die wieder etwas höheren (Eurozonen-)Inflationsdaten, aber auch die weiter steigenden amerikanischen Leitzinsen leicht anziehende Anleiherenditen diesseits und jenseits des Atlantiks bewirken. Als Konsequenz bleibt auch 2017 eine technisch motivierte, konservative Strategie an den Euroaktienmärkten interessant. Bei dieser Anlagestrategie wird ein gleichgewichteter Aktienkorb aus Euro-Stoxx-50-Titeln aufgebaut, die eine Kombination aus einer erwarteten attraktiven Dividendenrendite und einer attraktiven technischen Lage aufweisen. Das schon in früheren Jahren zur Auswahl herangezogene Selektionsverfahren liefert diesmal den Aktienkorb bestehend aus Allianz (Sicherungsstopp 118 Euro), BMW (63 Euro), BBVA (4,20 Euro), ING (9,90 Euro), Schneider Electric (45 Euro), Siemens (88 Euro) und Total (38 Euro).

          Die konservative Strategie für 2016 (beziehungsweise „TA-Div.-Strategie“, steht für „Technische-Analyse-/Dividenden-Strategie“) umfasste einen gleichgewichteten Aktienkorb aus Allianz, Axa, Daimler, Deutsche Telekom, Enel und Vinci. Innerhalb des Investmentzeitraums (18. Januar 2016 bis 4. Januar 2017) hat der Euro-Stoxx-50-Performance-Index, bei dem die um die länderbezogenen Steuersätze reduzierten Dividendenzahlungen der Indexmitglieder anteilig in Index-Kurssteigerungen umgerechnet werden, einen Kursanstieg von etwa 16,3 Prozent erzielt.

          Hier ist zu berücksichtigen, dass der Investitionszeitraum leicht vom Kalenderjahr abweicht und die ausgeprägte Kursschwäche zum Jahresauftakt 2016 noch in der konservativen Strategie 2015 enthalten war. Parallel dazu hat ein Anleger mit der TA-Div.-Strategie 2016 einen Kursgewinn von etwa 14,4 Prozent erreicht, wobei die im Laufe des Jahres erhaltenen Dividendenzahlungen ebenfalls jeweils um die anfallende Steuer reduziert sind. Im Vergleich hat sich der REXP (Rentenperformance-Index, der repräsentativ für die Zinskurve von deutschen Staatsanleihen steht) um etwa 1,3 Prozent verbessert. Bei diesem Index werden die anfallenden Stückzinsen, die reinvestiert werden, nicht um einen Steueranteil reduziert. Mit Blick auf 2017 wird als Repräsentant für eine Kaufen-und-Halten-Strategie am deutschen Anleihemarkt auf den „IBOXX Euro Germany Sovereign Overall Totel Return Index“ (kurz: IBOXX Germany) gewechselt, da dieser Index als beliebter Basisindex für Exchange Traded Funds (ETFs) verwendet wird. Summiert man die seit Anfang 2005 vorgestellten TA-Div.-Aktienkörbe – mit dem jeweiligen, zum Jahreswechsel vorgenommenen Tausch – so ergibt sich ein Gesamtkursanstieg von etwa 127,7 Prozent. Der Euro-Stoxx-50-Performance-Index als Repräsentant für eine Kaufen-und-Halten-Strategie hat einen Kursanstieg von etwa 60,2 Prozent geliefert. Eine Anlage in den REXP-Index hätte in diesem Anlagezeitraum etwa 58,8 Prozent erreicht. Damit hat sich der Vorsprung der Technische-Analyse-/Dividenden-Strategie gegenüber der Anlage in deutschen Staatsanleihen im Jahr 2016 deutlich ausgebaut.

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