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Technische Analyse : Post und weitere Aktien verkaufen

  • -Aktualisiert am

Bei Aktien der Deutschen Post bietet sich künftig eine Positionsreduzierung an, um Gewinne sicherzustellen. Bild: dpa

Wichtige europäische Aktienindizes haben in den letzten drei Jahren beträchtliche Kursgewinne verzeichnet. Künftig ist jedoch eine Abschwächung der Aufwärtsdynamik zu erwarten.

          Die wichtigen europäischen Aktienindizes wie der Euro Stoxx 50, der französische CAC 40, der Dax und der britische FTSE 100 haben in den letzten knapp drei Jahren deutliche Kursgewinne erzielt. Deshalb überrascht es nicht, wenn hier eine Abschwächung der Aufwärtsdynamik ansteht. Begleitet wird diese im Regelfall von technischen Eintrübungen bei einigen Standardwerten, die in den letzten Jahren zum Teil eine Hausse durchlaufen haben. Diese Aktien bieten sich für eine Gewinnsicherung beziehungsweise für einen technischen Verkauf an. Mit Blick auf den Stoxx 50 sind hier die britischen Glaxo-Smith-Kline und Tesco zu nennen. Im Euro Stoxx 50 sind Airbus sowie die französische Saint Gobain hervorzuheben. Im Dax fallen Daimler und Deutsche Post nach Jahren der Hausse jeweils mit Gewinnmitnahme-Signalen auf.

          Der britische Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline hatte, ausgehend von Kursen um 986 britische Pence, im April 2009 eine technische Hausse-Bewegung etabliert. Der entsprechende, seit mehr als fünf Jahren bestehende, zentrale Hausse-Trend liegt aktuell bei zirka 1450 britischen Pence. Durch übergeordnete technische Kaufsignale (nachhaltiger Sprung über die alte Widerstandszone um 1345 britische Pence) zum Jahreswechsel 2011/2012 hatte sich die Hausse in Glaxo-Smith-Kline beschleunigt. Der beschleunigte Hausse-Trend, der im August 2011 bei 1160 britischen Pence startete, führte die Aktie dann bis auf ein Kursniveau um 1816 britische Pence (Mai 2013). Seitdem bewegte sich die Aktie oberhalb der kleinen Unterstützungszone um 1530 britische Pence in einer Seitwärtsbewegung, die den technischen Charakter einer Top-Formation aufweist. Begleitet von Finanzdaten des Unternehmens ist die Aktie in den letzten Tagen durch die Unterstützung um 1530 Pence gerutscht, wobei dieses Verkaufssignal auch für einen Abschluss des beschleunigten Hausse-Trends und für die nachhaltige Kursetablierung unterhalb der nun leicht fallenden 200-Tage-Durchschnittslinie gesorgt hat. Da zusätzlich auch noch der über fünfjährige, moderate Hausse-Trend beendet wurde, stellt Glaxo-Smith-Kline aufgrund der fehlenden technischen Perspektiven einen technischen Verkauf beziehungsweise einen Tausch dar.

          Bei Airbus empfiehlt sich ein Tausch in attraktivere Titel

          Die Aktie von Airbus (früher EADS) hatte, ausgehend von einem Kursniveau um 8,11 Euro (April 2009), eine langfristige Hausse etabliert. Diese hat sich im Umfeld der Veränderung der Großaktionärsstruktur – speziell ab dem Jahreswechsel 2012/2013 – beschleunigt. In diesem Zusammenhang hatte der neue Hausse-Trend den Titel von Kursen um 35,40 Euro (März 2013) auf 57,30 Euro (Januar 2014) steigen lassen. Im ersten Quartal 2014 war die Aktie dann in eine Seitwärtspendelbewegung im Umfeld der 200-Tage-Linie hineingelaufen. Was zunächst wie eine mittelfristige Konsolidierung aussah, entwickelte sich in den letzten Monaten aber zu einer Trading-Top-Formation oberhalb der Unterstützungszone um 48,60 Euro. In den letzten Wochen ist die Aktie mit einem technischen Verkaufssignal aus dieser Trading-Top-Formation herausgerutscht. Als technische Konsequenz steht eine übergeordnete Gegenbewegung auf die Gesamthausse (Kursanstieg von 8,11 Euro auf 57,3 Euro; April 2009 bis Januar 2014) auf der Tagesordnung. Auch bei Airbus empfiehlt sich eine Gewinnmitnahme beziehungsweise ein Tausch in andere, jetzt attraktivere Titel.

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